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Georgy LITICHEVSKY

* 1956

Georgy Litichevsky (geb. 1956) konnte als junger Moskauer "Underground"-Künstler ab 1986, dank der neuen "Offenheit"(Glasnost) auch im öffentlichen Raum Kunstaktionen durchführen. Er wurde von westlichen Ausstellungsmachern entdeckt und zu internationalen Kunstprojekten eingeladen. 

Ein im Oktober 1988 in der deutschen Kunstzeitschrift
"art" abgebildetes Gemälde, welches sich heute in der Tretjakow Galerie befindet, zeigt eine lächelnde Personifikation der Stadt Moskau. Die Metro nimmt in diesem lebendigen Organismus den Platz der Gedärme ein.

Diese inzwischen "klassische" Georgy Litichevsky-Idee erweiterte der Künstler in seinem aktuellen
"Transcontinental Underground"-Projekt zu einem weltumspannenden, Netzwerk aus U-Bahn-Röhren. Steigt man in Moskau ein, so kann man in Paris, New York oder Tokio wieder aussteigen - vielleicht auch in Nürnberg -
oder gar in Kabul, Teheran, Riad, Aleppo…

Die Nürnberger Studio Galerie p91 zeigt eine kleine Auswahl der sehr großformatigen Gemälde, welche bereits 2014 für die Ausstellungshalle der Kunstschranne in Weißenburg gemalt wurden (vgl. den virtuellen Ausstellungsrundgang unter www.braunsberg.info).

Neu dazu kam eine Porträt-Hommage an den österreichisch-britischen Philosophen Karl Popper, dessen Buch "Die offene Gesellschaft und ihre Feinde" zur Bibel der Perestroika-Intellektuellen wurde.

Der für p91 edierte Siebdruck Transcontinental Underground verdeutlicht, dass Georgy Litichevsky nie seinen "Perestroika-Optimismus" verlor: SEIN LÄCHELN
GEHT UM DIE WELT!

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