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Felix Samuel Pfefferkorn

Im Werk wie im Leben steht Felix Samuel Pfefferkorn exemplarisch für die Entwicklung deutscher Geschichte und Geisteshaltung nach 1945: in den letzten Kriegsmonaten 1945 in Berlin geboren, verliert er bei einem Bombenangriff auf die Stadt seine Eltern; amerikanische GI's nehmen sich des Frühverwaisten an. Mit 16 Jahren zieht Pfefferkorn nach Paris, um Malen zu lernen und an der Seite der Existenzialisten den Sinn des Lebens zu ergründen. Es folgen Wander- und Lehrjahre durch die Schweiz und Süddeutschland, Juliette Gréco und Rudi Dutschke zählen zu seinen Bekanntschaften, bis er sich Anfang der 1970er Jahre ganz der Malerei zuwendet. Zwischen 1970 und 1979 entsteht in einer Reihe von kreativen Hochphasen sein Gemälde-Werk, das die Zyklen der Landschaftsbilder, Stilleben, Wilden Tiere, Zirkusmotive und Stadtszenen umfasst und in den „Potatoland“-Bildern kulminiert, die sich mit dem Thema der deutschen Geschichte und Teilung befassen. Seit 1980 ist Felix Samuel Pfefferkorn verschollen.

Im neo-expressiven Duktus und der leuchtenden Farbigkeit den Werken der zeitgleich arbeitenden „Neuen Wilden“ verwandt, besticht sein Schaffen durch Verve des Stils, gedankliche Autonomie und subtilen Bildwitz.

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