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galerie le chiffre

Galerie in Bonn
Agnieszka Majewska

Philosophie der Galerie le Chiffre

Le Chiffre. Das Wort verkörpert für uns das verbindende Element zwischen Kunstliebhaber und Kunstwerk. Wo ein Kunstwerks auf dem ersten Blick nicht vollständig zu erschließen ist, so benötigt es Zeit, Geduld und natürlich die Leidenschaft für zeitgenössische Kunst um das Werk mit all seinen Schichten zu durchdringen. Der Betrachter versucht, wie es auch die Theorie der Hermeneutik nach Friedrich Schleiermacher beschreibt, sich in das schöpferische Denken des Künstlers hineinzuversetzen, um so den Gehalt des Kunstwerkes zu ergründen und zu verstehen. Der Prozess der Entschlüsselung der Chiffre, die jede Kunst mit sich bringt, wird zum persönlichen Erlebnis. Die Chiffre ist Bindeglied und bedeutet gleichzeitig Kunsterfahrung. Dass nicht nur die Kunst eines jeweiligen Künstlers individuell ist, sondern dass auch die Beziehung zwischen Kunstwerk und seinem unbekannten Gegenüber immer einzigartig ist, möchten wir mit jeder Ausstellung neu betonen. Und um diese Beziehung nicht zu beeinflussen, fordern wir das möglichst eigenständige Sehen, lediglich Denkanstöße zur Herangehensweise an die Werke werden wir bieten. Ein Zitat von Joseph Beuys ergänzt diesen Gedanken: „Durch Menschen bewegen sich Ideen fort, während sie in Kunstwerken erstarren und schließlich zurückbleiben.“ Für Beuys ist also der Mensch notwendig, um die Idee des Kunstwerks am Leben zu halten. Ohne den Menschen verliert sie sich in ihrem Medium und wird bedeutungslos.

Beuys erhebt den Rezipienten so zum verantwortungsvollen Träger der initialen Idee, sagt aber auch, dass sie sich fortbewegt, nämlich durch den persönlichen Umgang eines jeden mit dem Kunstwerk.

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Vertretene Künstler

Vergangene Ausstellungen

2012 (1 Ausstellung)
2011 (2 Ausstellungen)

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