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Ivo Hauptmann




Details
Ivo Hauptmann
(1886)
 
Kontakt
Ivo Hauptmann
 
Tel: 054037269780
   
 Über Ivo Hauptmann
Ivo Hauptmann (* 9. Februar 1886 in Erkner bei Berlin; ÔÇá 28.
September 1973 in Hamburg), ├Ąltester Sohn von Gerhart
Hauptmann, war ein deutscher Maler. Er war Mitbegr├╝nder
der K├╝nstlergruppen Freie Secession (Berlin 1914) und
Hamburgische Sezession (1919).
ÔÇ×Maler sein bedeutet gl├╝cklich sein im wahren Sinne, denn
jede geliebte T├Ątigkeit bedeutet Gl├╝ckÔÇť, dieses Fazit zog Ivo
Hauptmann bei seinem 85. Geburtstag. Gl├╝ck, eine gewisse
Heiterkeit, das Lebensbejahende spricht aus seinem
gesamten Werk. Es spricht aus der duftigen Palette der
Farben, es spricht aus dem bewegten, doch pr├Ązisen
Pinselstrich, es spricht aus der Thematik seiner Bilder. Als
Sohn des ber├╝hmten Dichters Gerhart Hauptmann dieses
Gl├╝ck in einem k├╝nstlerischen Beruf zu finden, ist keine
Selbstverst├Ąndlichkeit. Aber im Gegensatz zu vielen V├Ątern
f├Ârderte der Dichter die sich schon fr├╝h zeigende
k├╝nstlerische Begabung des Knaben, der von sich
behauptete, mit sechs Jahren sei er Maler geworden. Der in
Erkner bei Berlin geborene Ivo reiste schon im Alter von 14
Jahren mit dem damals 26j├Ąhrigen schlesischen Maler Otto
Mueller, einem entfernt Verwandten, zum Malen und Zeichnen
an die Riviera. Drei Jahre sp├Ąter war Ivo bereits in der
Gesellschaft von Graf Harry Ke├čler, dem Direktor des
Museums in Weimar, und von Ludwig von Hofmann, dem
Leiter der Weimarer Kunstakademie, bei einer Reise nach
Paris. Dadurch lernte er die Avantgarde in der franz├Âsischen
Hauptstadt kennen: Denis, Maillol, Bonnard und Vuillard. Er
lie├č sich in der Acad├ęmie Julian bei Lefebvre einschreiben und
kam dadurch in Kontakt mit der Kunst Gauguins und lernte
den Cloissonismus kennen, jene fl├Ąchige Malerei, die kr├Ąftige
Farbfelder mit betontem Kontur umschlie├čt. Mehr noch
scheint er jedoch vom Pointillismus beeindruckt zu sein, der
besonders von Paul Signac gepflegt wurde. Nach dem
Parisaufenthalt studiert Ivo Hauptmann kurze Zeit in Berlin
bei Lovis Corinth und geht dann nach Weimar, wo er auf
Henry van de Velde, Eduard Munch und Hans Arp st├Â├čt. Den
Studien in Weimar folgt ein zweiter, jetzt vierj├Ąhriger
Aufenthalt in Paris. An der Acad├ęmie Ranson z├Ąhlen Bonnard,
Denis, Maillol sowie Serusier und Signac zu seinen Lehrern.
In Paris stellt Ivo Hauptmann recht erfolgreich im Salon der
Soci├ęt├ę des Arts Ind├ępendents Zeichnungen und Aquarelle
aus.
Ivo Hauptmann bleibt sein Leben lang dem Gegenst├Ąndlichen
treu. Ihn interessiert die Landschaft, doch auch als Portr├Ątist
leistet er Hervorragendes. Immer wieder malt er Stilleben
entweder als selbst├Ąndige Bilder oder als Vordergrund einer
Landschaft, eines Portr├Ąts. Ivo Hauptmann z├Ąhlt zu den
wenigen deutschen K├╝nstlern, die den Pointillismus
beherrschen und ihn in eine durchaus eigene Handschrift
umgesetzt haben. Schon 1923 w├╝rdigt man das im
bedeutenden K├╝nstlerlexikon Thieme-Becker. Dort kann man
lesen: ÔÇ×Hauptmann wei├č mit der Technik des Pointillismus oft
feinste malerische Reize zu erzielen, lichtdurchflutete
Luftr├Ąume mit weiten Fernen von prachtvoller Transparenz
und in der Sonne zitternde Wasserfl├Ąchen wiederzugeben.ÔÇť
Einer pointillistischen Fr├╝hphase folgt etwa ab 1914 eine
expressionistisch gepr├Ągte Schaffensperiode, f├╝r die wohl die
enge Freundschaft mit Otto Mueller und Eduard Munch
verantwortlich gemacht werden darf. Die Fl├Ąchen verdichten
sich, die Konturen werden hart und bestimmend.
1913 siedelte Ivo Hauptmann nach Hamburg ├╝ber, 1919 ist er
Mitbegr├╝nder der Hamburger Sezession. In den 20er Jahren
erfolgt ein R├╝ckgriff auf seine neoimpressionistische Malerei
der Fr├╝hzeit, die eine Synthese mit der seiner
konturbetonten, expressiven Phase eingeht. Daraus
entwickelt Ivo t Hauptmann in den 30er Jahren eine sehr
eigene Handschrift und vereinigt subtile, dabei aber
starkfarbige Malerei mit klaren, rahmenden Konturen. 1933
erlebt Hauptmann die Schlie├čung der Hamburger Sezession,
wird aber selbst nicht vom Malverbot betroffen. Dennoch
arbeitet er im Stillen. Als 1945 die Hamburger Sezession
wiederer├Âffnet wird, greift er dankbar die Gelegenheit auf,
den Vorsitz zu ├╝bernehmen, dankbar auch die Gelegenheit,
an der Hochschule f├╝r Bildende K├╝nste einen Lehrauftrag zu
├╝bernehmen. Seine k├╝nstlerische Leistung wurde nun
gew├╝rdigt, so durch die Verleihung des Edwin-Scharff-Preises
und durch die Ernennung zum Ehrenpr├Ąsidenten der Freien
Akademie der K├╝nste. 1972 wurde ihm f├╝r seine langj├Ąhrige
T├Ątigkeit als Dozent an der Kunstakademie der
Professorentitel verliehen. Ab Mitte der 50er Jahre waren
einige gro├če Retrospektiven von Ivo Hauptmann in deutschen
Museen zu sehen, so in Stuttgart (1954,1966), Hamburg
(1966), Regensburg (1966) und Berlin (1973), und machten
ihn einem breiten Publikum bekannt.

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