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Galerie Rothamel Erfurt

Hans-Christian Schink - ASIA
(06.09.2014 - 22.11.2014)




Galeriedetails
Kontakt:   
 
          Galerie Rothamel Erfurt
          Jörk Rothamel
 
          Kleine Arche 1
          99084 Erfurt
          Deutschland
 
Telefon:   
0361-5623396
Fax:   
0361-5623498
 
E-Mail:   
Kontaktformular
Galerie:   
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Die Adresse der Ausstellung lautet:
 Galerie Rothamel Erfurt
Kleine Arche 1
Tel.:0361-5623396
 99084 Erfurt

Beschreibung der Ausstellung:
 Eröffnung am Samstag, 6. September um 21 Uhr.
Der KĂĽnstler wird anwesend sein.
Es spricht Prof. Dr. Kai Uwe Schierz, Kunstmuseen Erfurt.
Um 19:30 Uhr referiert Hans-Christian Schink in der
Kunsthalle Erfurt ĂĽber seine Arbeit.

ASIA

Das Wort Asien stammt aus dem Assyrischen und bedeutet
Sonnenaufgang. Asien ist mit etwa einem Drittel der
gesamten Landmasse der größte Kontinent der Erde, mit
über vier Milliarden Menschen auch der einwohnerstärkste.
Hier entstanden mit dem Neuassyrischen und dem
Achämenidenreich die ersten Großreiche.

Im Zuge seiner Laufbahn als Fotograf bereiste Hans-
Christian Schink zahlreiche asiatische Länder, darunter
Pakistan, Indonesien und die TĂĽrkei.

Bereits im Sommer 1989 fĂĽhrte ihn eine Reise nach
Nordkorea; zu diesem Zeitpunkt noch als Student der HGB
Leipzig. Seine liberalen Professoren schickten ihn zu den
„Weltfestspielen der Jugend“, weil sie Gelegenheiten zu
einmaligen Aufnahmen vermuteten. Diese ergaben sich
tatsächlich. Schink gelangen Fotos des alternden Kim Il
Sung und ernüchternde Bilder aus Kindergärten und
Kaufhäusern. Von nachhaltigster Bedeutung für sein
Oeuvre erwies sich indes eine Serie ĂĽber die Metrostationen
Pjöngjangs.

Anderthalb Jahrzehnte später kehrte er unter gänzlich
anderen Vorzeichen nach Asien zurĂĽck. Inzwischen hatte er
eine eigene Bildsprache gefunden und mit den
„Verkehrsprojekten“ eine ganze Epoche ins Werk gesetzt.
Sein vorrangiges Interesse galt nun der Interaktion von
Mensch und Natur, einer Art von Fotografie, die funktioniert
„wie ein Schnitt durch die Zeit“ (Thomas Weski).

Eine erste Serie entstand 2005 in Vietnam. Er fotografierte
bevorzugt in ländlichen Gebieten, wo das Mit- und
Gegeneinander von Mensch und Natur in einem
spannungsvollen Verhältnis stehen. Ein Blick über das
Dächergewirr Hanois, gleichsam im Tiefflug, ist die urbane
Ausnahme. Das GegenstĂĽck zu diesem atemlosen Moment
ist eine Serie von Dschungelbildern im Gegenlicht, eine
zeitlos erhabene Aufführung von Schönheit, Kraft und
Anmut.

Zwei Jahre später, 2007, folgten Aufnahmen des Bayon-
Tempels in Angkor, Kambodscha. Das Motiv ist millionenfach
abgelichtet, man sollte denken, fotografisch vollkommen
verbraucht – aber genau wie 2004 in Machu Picchu gelang
es Schink, eine eigene Sicht zu finden.

Die wohl engste Verbindung baute der KĂĽnstler zu Japan
auf, denn hier fand er nicht nur Motive, sondern auch
kundiges Publikum. 2009 erhielt er eine Einladung zum
Projekt „European Eyes on Japan / Japan Today Vol. 11“und
schuf eine Serie, die überraschend vertraut erscheint: „Im
japanischen Niigata diente der ThĂĽringer Wald als
Erinnerungsfolie – kleine Siedlungen in Tal-Lage,
umstanden von dunklen Nadelbaumkulturen – und als
Auslöser, im Fremden das Eigene aufzufinden.“ (Kai Uwe
Schierz). 2012 wurde er artist in residence der Villa
Kamogawa in Kyoto. Ein Jahr nach dem Tsunami
fotografierte er in der Region Tōhoku und schuf verstörende
Impressionen von der Gewalt der Elemente.

In den vergangenen beiden Jahren unternahm Hans-
Christian Schink mehrere Reisen nach Burma. Ihn fasziniert
die WidersprĂĽchlichkeit eines Landes, das sich nach
fünfzigjähriger Militärdiktatur in rasantem Wandel zu einem
Staat mit den typischen Entwicklungen asiatischer Formen
des Kapitalismus befindet. Und das trotz seiner
konfliktreichen und blutigen Historie, seiner zahlreichen
noch immer schwelenden ethnischen, religiösen und
politischen Auseinandersetzungen und den ĂĽberall
sichtbaren Folgen der Misswirtschaft der Generäle als
Projektionsfläche für westliche Sehnsüchte nach dem
Zauber des ursprĂĽnglichen und friedfertigen Daseins dient.

„Ihm geht es, wie er sagt, weniger darum, sich die Welt
anzueignen, sondern darum, sich auf das einzulassen, was
er findet. Reisen also nicht als Weg und Weise, etwas mit
dem Anderen, Neuen, Unbekannten zu tun, sondern zu
erfahren, zu sehen und zu zeigen, was dies mit ihm, dem
Fotografen und seinem Fotografieren macht.“
(T.O.Immisch)



Galerie Rothamel Erfurt

 
   
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