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mianki. Gallery

„Ich sehe was, was Du nicht siehst“
(22.11.2012 - 16.02.2013)




Galeriedetails
Kontakt:   
 
          mianki. Gallery
          Andreas Herrmann
 
          Kalckreuthstr. 15
          10777 Berlin
          Deutschland
 
Telefon:   
03036432708
Fax:   
 
E-Mail:   
Kontaktformular
Galerie:   
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Die Adresse der Ausstellung lautet:
 mianki. Gallery
Kalckreuthstr. 15
Tel.:03036432708
 10777 Berlin

Beschreibung der Ausstellung:
 Er ist ein Lichtbildner im besten, althergebrachten Sinne: Jakob Kupfer verdichtet in seinen fotografischen Arbeiten diffuse Farb- und Lichtreflexe zu malerischen Originalen (Unikaten). In den »Lichtbildern« lässt er verborgene, vom Licht gemalte Fantasiewelten sichtbar werden. Mit seinen Lichtobjekten »FADES« löst er diese eingefrorenen Momente wieder in einen konstanten Wandel auf.

Kupfers Bilder bleiben wertlose Farbschlieren, solange sie niemand ins Auge fasst. Was ein Stück weit für jedes Kunstwerk gilt, gilt für diese Werke ohne jede Einschränkung: Erst im Akt des Betrachtens entsteht aus dem manifesten Farbbogen echte Kunst. An den ruhigen, weichen Farb- und Lichtspuren, die so sanft scheinen und doch von unbändiger Kraft beseelt sind, gerinnt die Vorstellungskraft, kristallisiert die Fantasie zu imaginierten Bildern. Das macht Kupfers Lichtbilder weniger zu klassischen Fotos, denn zu Regiebüchern künstlerischer Interventionen. Ein Dauerticket zu immer neuen visuellen Happenings. Kupfers Lichtbilder verlangen ein aktives Sehen, das wir längst verlernt zu haben meinten, und ihre Betrachtung fordert gebieterisch jene Muße, die wir uns sonst nur noch selten leisten. So zu schauen, sagt wenig über das Abgebildete, viel aber über den Schauenden. Fast möchte man von einem therapeutischem Sehen sprechen, die Lichtbilder mit Rorschach-Tafeln vergleichen, würde sich tatsächlich jemand außer dem Betrachter selbst für das Ergebnis interessieren, seine wie auch immer geartete Leistung deuten oder prüfen. Doch nichts dergleichen ist der Fall. Die Landschaften aus Licht dienen sich der Freude an Fantasie und Sinnlichkeit einzig als Vehikel an. Sie fordern nichts und öffnen doch das Tor zum Widerhall sehr existentieller Erfahrungen: Geborgenheit, Liebe, Wehmut, Sehnsucht, Wünsche und ja, auch Ängste leben in diesen Lichtbildern auf - wie überall, wo wir uns auf neues Terrain wagen.
»Was wir nicht erkennen können, dürfen wir uns neu erdenken. Wo wir nicht mehr verstehen müssen, beginnt der Freiraum der Fantasie« Jakob Kupfer


»Lichtbilder«
Die »Lichtbilder« machen, als Momentaufnahmen aus dem sich kontinuierlich wandelnden Lichtfluss, verborgene, vom Licht gemalte Phantasiewelten sichtbar, die wir mit unseren auf »scharf« gestellten Sinnen nicht wahrnehmen können. Lassen wir uns darauf ein, führen sie uns zu unseren eigenen Bildern, Fantasien, Imaginationen. Möglich wird dies durch die Abwesenheit jeglichen konkreten Anhaltspunktes. Alles, was der Betrachter wahrnimmt, entsteht aus seiner persönlichen Interpretation und momentanen Verfassung. Darin liegt die eigentliche Magie der Bilder: Sie fordern nichts, sie drängen uns keine Aussage auf, sondern bieten sich still als Ausgangspunkt zur Erforschung unserer eigenen Wirklichkeit an. Kupfer versteht seine »Lichtbilder«, obwohl auf fotografischem Weg entstanden, als Gemälde; Einzelstücke aus Pigment, Wachs und Papier.


»FADES«
Mit den 2012 begonnenen »FADES« erweitert sich der künstlerische Ausdruck. Der eingefrorene Moment des »Lichtbildes« wird wieder aufgelöst und entzieht so dem Auge auch noch die gewohnte Konvention des Bildbetrachtens. Der permanente nahezu unmerkliche Wandel erzeugt eine neue Wahrnehmungs-konstante. Der Vorgang der Verwandlung ist kaum wahrnehmbar, der Effekt, dass das vermutete/erinnerte Bild im nächsten Moment weg ist, sich verändert hat, verwirrt, stellt die eigene Wahrnehmung in Frage und fesselt zugleich. Licht ist hier nicht mehr nur Gegenstand der Betrachtung, sondern wird aktiver Teil der Darstellung. »FADES« sind »digitale Unikate«. Sie sind nicht nur inhaltlich unbeständig, sondern eigentlich auch nicht existent: Sie entstehen, wenn sie mit Licht (Strom) versorgt werden. Die beiden Werkgruppen berühren, jedes für sich und in ihrer Wechselwirkung miteinander, zwei grundlegende Fragen des menschlichen Selbstverständnisses: Zum einen die Frage nach der Wirklichkeit und zum anderen die Frage nach der Gegenwart. In den »Lichtbildern« können wir unsere innere Wirklichkeit erforschen, unsere Sinnlichkeit erfahren und unsere Phantasie entwickeln.
»Nicht die Dinge selbst beunruhigen den Menschen, sondern die Vorstellung von den Dingen« (Epiktet, um 50 - 125 n. Chr.) Der englische Begriff »Fade« beschreibt den Moment der Wandlung, der Vergänglichkeit und Entstehung.


Jakob Kupfer
Die konsequente Umsetzung des künstlerischen Ansatzes, zwingt die dahinter stehende Person, sich ebenfalls für die absolute, durch das Pseudonym »Jakob Kupfer« verkörperte Abwesenheit zu entscheiden. Weder ein scheinbar erkennbarer Bildinhalt, noch eine »reale« Person mit allen daraus entstehenden Interpretationen sollen die freie Wahrnehmung des Betrachters beeinflussen.

Bildnachweis
Lichtbild # 186, Jakob Kupfer, 2012, Pigmentdruck, Wachs auf Papier, Aludibond, 100 x 102 cm



mianki. Gallery

 
   
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