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Galerie Gilla Lörcher

Susanne Jung - occurence of color
(06.12.2014 - 07.02.2015)




Galeriedetails
Kontakt:   
 
          Galerie Gilla Lörcher
          Gilla Lörcher
 
          Pohlstraße 73
          10785 Berlin
          Deutschland
 
Telefon:   
030 - 80613234
Fax:   
 
E-Mail:   
Kontaktformular
Galerie:   
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Die Adresse der Ausstellung lautet:
 Galerie Gilla Lörcher
Pohlstraße 73
Tel.:030 - 80613234
 10785 Berlin

Beschreibung der Ausstellung:
 Kann man DĂŒfte sehen - kann man KlĂ€nge malen

Streifen - quer oder lÀngs - in subtilen Farbabfolgen
angelegt, die sich ĂŒberstrahlen, verschieben in immer
neuen Abwandlungen die Parameter der Wahrnehmung.
Vermeintlich fest verortete FarbflÀchen öffnen sich nach
beiden Seiten - hintergrĂŒndige Tiefe trifft auf
vordergrĂŒndiges Leuchten und umgekehrt, Horizontale und
Vertikale, Ausbreitung und Ausdehnung durchkreuzen sich.
Sind diese Bilder durchsichtig oder durchscheinend, soll sich
der Blick nach innen oder nach außen orientieren? Das
Sehfeld ist vibrierendes GefĂŒge distinkter Werte und
Wertigkeiten.
Daneben stehen scheinbar monochrome Farbfelder, die in
sich verschwimmen. Lasuren legen sich ĂŒbereinander,
decken und enthĂŒllen doch, was sie verbergen. Matt
schimmernd durchleuchten sie die FlÀche, in der sie wie
farbige Schleier treiben.
Kreisformen und -Fragmente, die sich in sanften
Gradationen aufzulösen oder zu verdichten scheinen,
umspielen mit Licht- und SchattenwĂŒrfen der gefalteten
Papiere, die als BildtrÀger fungieren, die Grauzonen
zwischen Schwarz und Weiß. Unterschiede und
Unterscheidungen vereinen sich in eins gesetzt in der Form,
die sie gleichzeitig in SingularitÀten auflösen, die klar
unterscheidbar nebeneinander stehen, bevor sich die
Grenzen erneut in ÜbergĂ€nge und Passagen aufzulösen
beginnen.
Trotz ihrer klaren architektonischen Struktur sind die
BildgefĂŒge von Susanne Jung höchst komplex. In ihnen
wird die ganze Vielschichtigkeit und WidersprĂŒchlichkeit von
Farbe aus dem Material heraus getrieben - FlÀche und
Raum, Licht und Materie, Trennung und Verbindung, Bruch
und Übergang. Warm und kalt, leuchtend und in sich
verschlossen, matt und glÀnzend, transparent und opak
entfaltet Farbe wie
selbstverstĂ€ndlich und ohne jedwede AttitĂŒde ein Spektrum
von unendlichen Varianten und Variationen, die sowohl
nebeneinander als auch ineinander stehen.
GesÀttigte Gegenwart verwandelt sich in AllgegenwÀrtigkeit
- diffus, offen und allgemein. Der Blick vermag nicht auf
Distanz zu gehen, vielmehr wird er berĂŒhrt und fort
getragen vom GegenwÀrtigen in einen Raum, der gleich
einem ortlosen Ort in sich verschwebt.
Diese Bilder treffen in GĂ€nze. Sie gleichen BerĂŒhrungen, die
vor lauter Empfindungen erbeben, Empfindungen, die
keinen Ort haben, aber dennoch den Raum erfĂŒllen - wie
KlĂ€nge und DĂŒfte, die einhĂŒllen und umfangen, flĂŒchtige
Erinnerungsspuren, die sich umso nachhaltiger einprÀgen.

Text: Karin Stempel, Kunsthistorikerin



Galerie Gilla Lörcher

 
   
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