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Kunstverein Neukölln

Pizza? Reis? Suppe? Trinität
(10.11.2017 - 10.12.2017)




Galeriedetails
Kontakt:   
 
          Kunstverein Neuk√∂lln
          Martin Steffens
 
          Mainzer Str. 42
          12053 Berlin
          Deutschland
 
Telefon:   
03056821964
Fax:   
 
E-Mail:   
Kontaktformular
Galerie:   
Link
   


Die Adresse der Ausstellung lautet:
 Kunstverein Neuk√∂lln
Mainzer Str. 42
Tel.:03056821964
 12053 Berlin

Beschreibung der Ausstellung:
 Elisa Ewert, Martina Jan√üen, Ismail Karayakupoglu, Barbara M√ľller und Elma Riza improvisieren im Kunstverein Neuk√∂lln. Einblicke in das Experiment gibt es zur Vernissage am Freitag, dem 10. November 2017, um 19.30 Uhr.

K√ľhlschrank auf ‚Äď was haben wir, was k√∂nnen wir kochen? In etwa so stellt sich die Ausgangslage der f√ľnf K√ľnstler*innen angesichts des Experiments zum kooperativen Improvisieren im Kunstverein Neuk√∂lln dar, wenn sie vier Tage vor der Er√∂ffnung dort ohne feste Planung und einander nur m√§√üig bekannt, aber geistesgegenw√§rtig aufeinandertreffen. Es bleibt ihnen dann eine halbe Woche, in der sie ihre unterschiedlichen k√ľnstlerischen Ans√§tze miteinander verflechten, gegeneinander absetzen, zueinander hinbiegen oder gemeinsam in den Raum wachsen lassen k√∂nnen. Mehr nicht, aber auch nicht weniger: Garantiert werden es Tage hochkonzentrierter Pr√§senz und unvorhersehbarer Konfrontationen.

Was sie verbindet, ist ihr Interesse aneinander und ihre Neugierde auf k√ľnstlerische Strategien, die √ľber die individuelle Begrenztheit hinausgehen. Auch steuern sie unterschiedliche Erfahrungen mit Kooperationsformen bei. Alle blicken aus unterschiedlichen Altersstufen auf eine professionelle Vita, vor deren Hintergrund sie agieren. Auf eine √∂ffentliche Ausschreibung hin wurden sie vom Kunstverein Neuk√∂lln eingeladen, innerhalb der regul√§ren Aufbauzeit und eventuell dar√ľber hinaus miteinander zu improvisieren. Die Zusammenarbeit wird kuratorisch moderierend begleitet. Die einzige explizite Vorbereitung auf die gemeinsame Arbeit war ein Treffen im September, bei dem sich die K√ľnstler*innen kennenlernten und den Ausstellungstitel festlegten. Alles Weitere wird aus der Situation gespielt.

Ihre k√ľnstlerischen Identit√§ten sind dabei √§u√üerst divers:
So arbeitet die Berlinerin und UdK-Meistersch√ľlerin Elisa Ewert mit Spuren und Oberfl√§chenabdr√ľcken in Ton. Transformationen, Volumen und Struktur, forensischer Detailreichtum und die Dynamik der Verwandlung sind konnotative Bausteine, die in ihren amorphen Skulpturen Formen annehmen und m√∂gliche Gestalten assoziativ in den Raum stellen.
Martina Jan√üen hingegen verortet ihre Arbeit interdisziplin√§r zwischen wissenschaftlichen und k√ľnstlerischen Ans√§tzen, indem sie Synergien zwischen diesen Disziplinen folgt. Als studierte K√ľnstlerin und Sozialp√§dagogin entwickelt sie sich wechselseitig beeinflussende Texte und situativ gebundene Installationen, Malereien und Choreografien.
Der erst Ende 2014 aus der T√ľrkei nach Deutschland gekommene Ismail Karayakupoglu besch√§ftigt sich mit den Mitteln der Fotografie, der Malerei und des experimentellen Films mit Grenz√ľberschneidungen von Medien und Lebensformen. Er untersucht verbindende Elemente zwischen Materialien und Arbeitsweisen. In seiner Auseinandersetzung verschr√§nken sich inhaltliche und formale Ebenen.

Die Installationen von Barbara M√ľller spielen mit Dopplungen, Spiegelungen und Rekonstruktionen. In den Mittelpunkt stellt sie jedoch nicht das Bedeutsame, sondern die Nebensache ‚Äď das, was liegen blieb, das, was gerade gebraucht werden k√∂nnte. Auf solche Weise entwickelt sie irritierende Szenarien und Handlungsabl√§ufe, die ungewohnte √§sthetische Erlebnisse provozieren.
In der Arbeit der aus Frankreich stammenden Elma Riza scheint das Sichtbare auf den unsichtbaren Raum zu verweisen. Ihre Grenzziehungen durch reale Räume, entlang vorhandener Trennungen und ihrer optischen Ausdehnungen, ihre assoziierten Raumschaffungen durch Markierungen zielen auf eine Sensibilisierung von Wahrnehmung und damit auf eine Ausweitung von Möglichkeitsräumen.

"Pizza? Reis? Suppe? Trinit√§t" setzt die Ausstellungsreihe ‚Äě√úberraschung!‚Äú fort, in der sich der Kunstverein Neuk√∂lln mit dem Potenzial kooperativer Improvisation in der bildenden Kunst auseinandersetzt. Auch dieses Mal geht es um die Erweiterung individueller Vorgehensweisen und Inhalte durch die improvisierte k√ľnstlerische Arbeit in einer Gruppe. Mit Elisa Ewert, Martina Jan√üen, Ismail Karayakupoglu, Barbara M√ľller und Elma Riza kommt ein sehr heterogenes, altersgemischtes Team mit unterschiedlichen Arbeitsweisen und Nationalit√§ten, aber mit demselben aktuellen Wohnort Berlin neu zusammen.

Die Ausstellung wird kuratiert von Antje Gerhardt und Dr. Martin Steffens



Kunstverein Neukölln

 
   
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