Galerien
  Knstler
  Stdte
  Gutachter
  Ausstellungssuche
 
  Diskussionsforum / Whiteboard
 
   
 
 



Neu auf galerie.de:

Kunstgalerie Klamer (Jens Klamer GmbH)
49324 Melle
[ 20.09.2021 ]

GALERIE MAXX
67433 Neustadt
[ 19.09.2021 ]

GrandePaintings
80809 München
[ 28.08.2021 ]

AR Contemporary
90403 Nürnberg
[ 29.07.2021 ]
 
ONOFF Galerie

Mit chinesischer Methode die westliche Kunst umpflügen - Künstler der Galerie stellen aus
(06.08.2010 - 03.10.2010)


Kein Foto hinterlegt

Galeriedetails
Kontakt:   
 
          ONOFF Galerie
          Fr. Ling Zhu
 
          Motzstr. 65A
          10777 Berlin
          Deutschland
 
Telefon:   
493026544822
Fax:   
 
E-Mail:   
Kontaktformular
Galerie:   
Link
   


Die Adresse der Ausstellung lautet:
 Galerie Ling
Motzstr. 65A
Tel.:493026544822
 10777 Berlin

Beschreibung der Ausstellung:
 Die Galerie Ling legt ihr Hauptaugenmerk auf chinesische Künstler, die sowohl in China als auch in Deutschland Kunst studiert haben. Dabei nimmt sie den Faden, der in der Weimarer Republik zwischen China und Deutschland geknüpft wurde, und der durch das Dritte Reich zerschnitten wurde, wieder auf. In den 20er und 30er Jahren lebten in Berlin chinesische Künstler wie Xu Beihong und Lin Fengmian, die nach ihrer Rückkehr nach China die chinesische Kunst revolutionierten, indem sie westliche Bildinhalte mit chinesischer Pinselführung kombinierten bzw. durch westliche Farbmetaphorik die chinesische Ikonographie bereicherten.

Seit der Wiederöffnung in den 80er Jahren sieht sich China multikulturellen, vor allem westlichen Einflüssen ausgesetzt, mit denen das Land bis heute zurechtzukommen sucht. Im Bereich der Kunst ist bis heute eine wirkliche Vermittlung zwischen China und dem Westen nur selten gelungen, meist stehen chinesische und westliche Kunstauffassung beziehungslos nebeneinander.

Seit den 90er Jahren suchen immer mehr chinesische Künstler die direkte Konfrontation mit der westlichen Kunst, indem sie im Westen Kunst studieren. Besonders interessant sind dabei jene Künstler, die ihr chinesisches Kunsterbe nicht über Bord werfen, sondern mit chinesischer Methode bilderschaffend die westliche terra incognita durchqueren. Sie nehmen damit die in den 30er Jahren unterbrochene Tradition des chinesisch-westlichen Kulturaustausches wieder auf und werden die chinesische, aber auch die westliche Kunst zu bisher unbekannten Ufern führen.

Die in unserer Ausstellung gezeigten Künstler stellen sich bewusst dem ihnen abverlangten Akkommodations-Assimilationsprozess und gelangen dadurch zu neuen und eigenständigen künstlerischen Resultaten.

Zhang Hui (Berlin) kommt von der klassischen chinesischen Tuschemalerei und Kalligraphie. Neben reinen Bewegungsstudien in Tusche, malt sie mittel- und großformatige Ölbilder, die Impulse der klassischen Tuschemalerei aufnehmen. Mit fein aufeinander abgestimmten Farben erzeugt sie tiefgründige Seelenlandschaften, die nur scheinbar etwas abbilden. Anders als im Informel oder Tachismus geht es in diesen Bildern nicht nur um die Unmittelbarkeit des Ausdrucks, vielmehr gelingt es Zhang Huis Pinselführung, östlichen und westlichen Bildaufbau auf einer Leinwand zu verschmelzen. Sie ist eine der wenigen chinesischen KünstlerInnen, die die westliche Farbmetaphorik souverän in den Dienst ihres künstlerischen Konzeptes stellt.

Fu Rao (Dresden) malt mit Bitumen, der ältesten Ölfarbe der Welt, seine geheimnisvollen braunen Bilder, in denen die Grenzen zwischen Gegenstand, Pflanze und Mensch verschwimmen. Seine Bilder wirken lebendig wie natürliche Gewächse. Sie sind im Entstehen und tragen doch bereits Spuren des Verfalls in sich.

Wang Chu (Dresden) kombiniert in freier Malweise scheinbar alle Abbildungsmodi der westlichen und chinesischen Kunst. Auf seinen Bildern paaren sich abbildende mit nichtabbildenden Teilen, abstrakte Strukturen mit konkreten Farbfeldern. Formen lösen sich auf und verschmelzen. Es sind Bilder, die sich vor den Augen des Betrachters zu einem Ganzen aufbauen und einen Moment später wieder in Teile zerfallen, gemalte Collagen, die sich selbst decollagieren.

Wu Ming (Berlin) steht auf den Schultern der alten chinesischen Meister. In der Ausstellung zeigt sie uns ihre Bild-Serien „Soul of Nature“ und „Polymorph“. „Soul of Nature“ sind intime kleinformatige Ölbilder auf Papier, die die Natur als Prozess abbilden, sie sehen aus wie durch einen Naturprozess erzeugt. In diesen Bildern herrscht nicht die für chinesische Altmeisterbilder so typische Ruhe, sondern eine gewisse westlich geprägte Rast- und Ruhelosigkeit. „Polymorph“ sind sich scharf vom Grund abhebende Öl auf Papier Gemälde. Sie zeigen polymorphe zuvor nie gesehene Strukturen, deren jede ihren ganz eigenen Charakter hat. Im Laufe der Zeit schließt man Freundschaft mit ihnen und hält sie wie ein liebgewordenes Haustier.



ONOFF Galerie

 
   
Die rechtliche Verantwortlichkeit für den Inhalt der von den einzelnen Galerien bekanntgemachten Internet-Dokumente
liegt ausschließlich bei den jeweiligen Galerien. Online Now! übernimmt keinerlei Haftung für diese Dokumente.
© Priority AG