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cubus-m

Wiebke Loeper - Welcome home - Fotografie
(01.02.2013 - 09.03.2013)




Galeriedetails
Kontakt:   
 
          cubus-m
          Holger Marquardt
 
          Pohlstra├če 75
          10785 Berlin
          Deutschland
 
Telefon:   
4903081494690
Fax:   
4903081494692
 
E-Mail:   
Kontaktformular
Galerie:   
Link
   


Die Adresse der Ausstellung lautet:
 cubus-m
Pohlstra├če 75
Tel.:4903081494690
 10785 Berlin

Beschreibung der Ausstellung:
 Wiebke Loeper ÔÇô Welcome home
Fotografie
Die Arbeiten von Wiebke Loeper sind Suchen nach der
Identit├Ąt von Orten, Spuren des Lebens, autobiografischen
Abdr├╝cken. Gegenw├Ąrtiges wird Vergangenem
gegen├╝bergestellt. Die K├╝nstlerin geht in das Innere der
Orte, die Ausdruck von gelebter Hoffnung, Verlust und
Freude sind.
Die Arbeit Sanseveria bildet f├╝r Wiebke Loeper einen
wichtigen Ausgangspunkt f├╝r ihre Auseinandersetzung und
ihre Art zu fotografieren. Die Fotografien entstanden mit
einer automatischen Kleinbildkamera am Anfang der 90er
Jahre. Die schwarz/wei├č Arbeiten zeigen Ansichten,
Ausschnitte von Orten die von unerf├╝llten Tr├Ąumen
sprechen.

Welcome home entstand 2006 w├Ąhrend ihres
Stipendienaufenthaltes in der Villa Aurora in Los Angeles.
Das erste Mal zeigte die K├╝nstlerin die Arbeiten 2008 in der
Sammlung f├╝r Fotografie im Stadtmuseum M├╝nchen.
Welchen Bezug kann eine Arbeit, die vor sieben Jahren,
neuntausendvierhundert Kilometer entfernt in einer
anderen Kultur entstand, zum heutigen Berlin schlagen?

H├Ąuser versprechen Sicherheit und Geborgenheit.

In den drei Monaten in L.A. geht Loeper den Inhalten der,
in der w├Âchentlich erscheinenden Immobilienbeilage der Los
Angeles Times, erscheinenden Offerten von Hausverk├Ąufen
nach. Sie fotografiert heimlich in den H├Ąusern der
Verk├Ąufer, die f├╝r den Zeitpunkt der Besichtigung ihre
m├Âblierten Lebensr├Ąume verlassen haben. Fasziniert von
der bestimmten Aura und Atmosph├Ąre, auf der Suche nach
einem, in ihrer Sozialisation entstandenen Heimatgef├╝hl
entstehen die Fotografien f├╝r Welcome home.
Die Arbeit bewegt sich auf zwei Ebenen. Die reproduzierten
Bildvorlagen aus der L.A. Times, in ihrer eigenen
Zeitungsdruck-Ästhetik nackt auf die Wand gebracht,
stehen der pr├Ązisen Klarheit der Fotografien von Wiebke
Loeper, in ihrer Intimit├Ąt durch Glas gesch├╝tzt, gegen├╝ber.
Welcome home zeigt den Zustand einer Gesellschaft. Die
Anzeigen suggerieren die Erf├╝llung von Tr├Ąumen und
spielen mit der potenziellen Wertsteigerung, dem Image,
der Adresse des Ortes. Das fotografierte Interieur hat
keinen Charakter einer sch├╝tzenden Funktion, es erscheint
fast austauschbar.
Ein Spiegel einer Gesellschaft, die in ihrer Unbehaustheit in
weiten Teilen einem modernen Nomadentum gleicht, die
sich der Flexibilit├Ąt eines nomadisierten Kapitals
unterworfen hat.
Die Arbeit macht die Widerspr├╝che sichtbar zwischen dem
Verlangen nach Geborgenheit und einer illusionierten
Sehnsucht nach Privatheit, welche unerf├╝llt bleibt, dem
Grat zwischen der Sichtbarmachung eines Status,
finanziellem Gewinn und einem tradierten Zuhause.
Welcome home ist in Berlin angekommen.

 
 Wiebke Loeper - Welcome home Photography Wiebke Loeper's works are explorations into identity, traces of life, autobiographical marks. The present is contrasted with the past. The artist goes into the interior of places that are expressions of lived hope, loss and joy. For Loeper the work Sanseveria represents an important starting point for her explorations and her way of making images. The photographs are taken with an automatic small format camera dating from the early 90s. The black and white works show views and details of places that speak of unfulfilled dreams. Welcome home originated in 2006 during Loeper's residency at Villa Aurora in Los Angeles. The photographs were exhibited for the first time in 2008 in the photography collection of the Stadtmuseum M├╝nchen. What relevance can a work that was made seven years ago and 9400 kilometers away in a different culture have for contemporary Berlin? Houses promise safety and security. During her three months in L.A. Loeper documented the contents of the homes listed in the Los Angeles Times weekly real estate section. Loeper surreptitiously photographed the homes for sale, whose owners who had abandoned their furnished spaces for the duration of real estate open houses. The Welcome home series arises from a fascination with a certain aura and atmosphere and a search for a sense of home, informed by socialization. The work functions on two levels. Reproductions of photographs of the houses taken from the LA Times, newspaper-style prints, hang unframed and directly on the wall. In contrast Leoper's photographs possess precise clarity, their intimacy protected by glass. Welcome home shows the state of a society. The ads suggest the fulfillment of dreams and play with potential rise in market value, with the image, with the address of a place. The photographed interior lacks the feeling of a protective function; it appears almost substitutable. The work mirrors a society, which in its homelessness is, in many ways, like a modern nomadism that has subjugated itself to the fluidity of nomadic capital. The work brings to light the contradictions between the desire for security and an illusory longing for privacy, which remains unfulfilled - the line between the display of social status, financial profit and a traditional home. Welcome home has arrived in berlin.



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