wir machen das nur wegen dem geld
OPENING / VERNISSAGE> 19 Februar um 18:00 h bis
22:00 hh
wir machen das nur wegen dem geld
Eine griechische Überlieferung besagt, das Dionysos,
Gott des Weines, für die Freigabe seines gefangenen
Lehrers Silenos, Midas einen Wunsch gewährte. Midas
wünschte sich das alles was er anfasst zu Gold werde.
Da nun auch seine Nahrung zu Gold erstarrte war er
dem Hungertod nahe. Dieser Tragik entkam er durch das
kathartische Bad im Fluss Paktolos.
Bereits König Midas entdeckte im siebten Jahrhundert
vor Christus, dass sich aus einem begrenzten Vorrat an
Gold und Silber, weit mehr Münzen schlagen ließen,
wenn man den Edelmetallgehalt pro Münze kräftig
herabsetzt und mit Kupfer und Eisen streckt. Außerdem
ließ er die Münzen mit einem Wertaufdruck prägen.
Damit hatte er das Geldangebot von seiner Begrenzung
durch die verfügbaren Geld-Rohstoffe befreit und
zugleich den Markt von allen Finanzierungsengpässen.
Midas’ Kontantenmaschine bediente die wachsende
Geldnachfrage und stellte die benötigten
Finanzierungsmittel zur Verfügung. Hiermit ist die Basis
gelegt für die Geschichte der „Kohle“. Eine Abfolge von
Katastrophen des Einzelnen und globaler Natur, von
Staatsbankrotten und Wertverlust.
Frenetisch wird die „gemeinsame Bewältigung“ der
miesen hausgemachten Krise proklamiert. Das chronisch
kränkelnde Kapitalsystem ist erstmal der Intensivstation
entkommen. Noch ein wenig durchhalten, Arsch und
Zähne zusammen kneifen dann kommt alles wieder gut.
JA abgemacht, wir sind dabei! Da die Gleichung ganz
anders aussieht zeigen wir dann schon mal unsere Sicht
der Dinge: Also BUTTER BEI DIE FISCHE!