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19.02.2011 – 05.03.2011

wir machen das nur wegen dem geld

OPENING / VERNISSAGE> 19 Februar um 18:00 h bis 22:00 hh

wir machen das nur wegen dem geld

Eine griechische Überlieferung besagt, das Dionysos,
Gott des Weines, für die Freigabe seines gefangenen Lehrers Silenos, Midas einen Wunsch gewährte. Midas wünschte sich das alles was er anfasst zu Gold werde.

Da nun auch seine Nahrung zu Gold erstarrte war er dem Hungertod nahe. Dieser Tragik entkam er durch das kathartische Bad im Fluss Paktolos.

Bereits König Midas entdeckte im siebten Jahrhundert vor Christus, dass sich aus einem begrenzten Vorrat an Gold und Silber, weit mehr Münzen schlagen ließen, wenn man den Edelmetallgehalt pro Münze kräftig herabsetzt und mit Kupfer und Eisen streckt. Außerdem ließ er die Münzen mit einem Wertaufdruck prägen.

Damit hatte er das Geldangebot von seiner Begrenzung durch die verfügbaren Geld-Rohstoffe befreit und zugleich den Markt von allen Finanzierungsengpässen.

Midas’ Kontantenmaschine bediente die wachsende Geldnachfrage und stellte die benötigten Finanzierungsmittel zur Verfügung. Hiermit ist die Basis gelegt für die Geschichte der „Kohle“. Eine Abfolge von Katastrophen des Einzelnen und globaler Natur, von Staatsbankrotten und Wertverlust.

Frenetisch wird die „gemeinsame Bewältigung“ der miesen hausgemachten Krise proklamiert. Das chronisch kränkelnde Kapitalsystem ist erstmal der Intensivstation entkommen. Noch ein wenig durchhalten, Arsch und Zähne zusammen kneifen dann kommt alles wieder gut.

JA abgemacht, wir sind dabei! Da die Gleichung ganz anders aussieht zeigen wir dann schon mal unsere Sicht der Dinge: Also BUTTER BEI DIE FISCHE!