Winfried Becker
Die Galerie an der Pinakothek der Moderne in München präsentiert vom 7. Mai 2026 bis zum 21. Juni 2026 eine Ausstellung des Künstlers Winfried Becker. Becker, geboren 1966 in Erlenbach am Main, ist bekannt für seine Skulpturen, die Tiere nicht abbilden, sondern als Ausgangspunkt für formale Untersuchungen von Körper, Volumen und Bewegung nutzen. In seinen Arbeiten erscheinen die Figuren in ungewöhnlichen und teils überzeichneten Haltungen, wodurch sie sich jeder idealisierenden oder dekorativen Lesart entziehen.
Beckers Arbeitsweise ist geprägt von einem prozesshaften Umgang mit Material. Er zerlegt, setzt neu zusammen oder verwirft Modelle und integriert häufig Fundstücke wie Schwemmholz in seine plastischen Formen. Diese Vorgehensweise verleiht seinen Gussarbeiten, die oft in Bronze oder Eisen ausgeführt sind, eine rohe, archaische Präsenz. Die Herkunft der Materialien bleibt sichtbar und trägt zur einzigartigen Bildsprache bei, die zwischen Beobachtung und Abstraktion oszilliert.
Die Ausstellung wird die charakteristische, reduzierte Formensprache Beckers zeigen, die handwerkliche Präzision mit einer Offenheit gegenüber Zufall und Fragment verbindet. Seine Werke, die oft von subtilen Humor durchzogen sind, vermeiden Pathos und Kitsch und bieten dem Betrachter eine stille, aber eindringliche visuelle Erfahrung.