Ich. Krieg. Frieden.
Der Frieden ist nicht alles, aber alles ist ohne den Frieden nichts, bedeutete einst Bundeskanzler Willy Brandt. Und sein Amtsnachfolger Helmut Schmidt ergänzte: „Lieber 100 Stunden umsonst verhandeln als eine Minute schießen.“ Damals, in den 1980ern machte sich auch die Kunstszene für den Frieden stark.
Daran will die Ausstellung „Ich. Krieg. Frieden.“ anknüpfen.
„Meine Kunst dient der Begegnung“, erklärt der Bildhauer und Fotograf Andreu Ginestet, der über Jahre hinweg aktiv als Friedenstifter wirkte und internationale Konflikte schlichten half. In der Ausstellung zeigt er neben kleineren Skulpturen seine faszinierende Fotokunst, die das Herz berührt, den Betrachter an einigen Stellen aber auch provozieren mag.
Die Kontroverse in der Kunst sei notwendig, so der Künstler, denn sie erschaffe einen sichtbaren, ja nötigen Begegnungsraum zwischen Menschen und Ideen. Dadurch erst ermögliche sie eine Debatte darüber, wie wir miteinander umgehen und in Zukunft auf diesem Planeten leben wollen.
Begleitend ausgestellt werden Zeichnungen des Illustrators Björn Gschwendtner, der zahlreiche Persönlichkeiten porträtierte, die sich für den Frieden bemühen und der so den Beinamen „Friedenszeichner“ erhielt. Abgerundet wird die Ausstellung durch Gemälde von Alexandra Gras, die ihre Arbeiten selbst als Protestkunst bezeichnet. In der Ästhetik ihrer Bilder bringt sie auch zum Ausdruck, welche heilsamen Transformationskräfte bildender Kunst innewohnen können.