Searching for the Shapes Within
Grey Crawford | KwieKulik | Teresa Murak | Riitta
Päiväläinen | Finnbogi Pétursson | Ragna Róbertsdóttir |
Anna Rún Tryggvadóttir | Ryszard Wasko
Die Kunstwelt der 1960-70er Jahre erlebte mit dem
Aufkommen von Performance und Land Art einen wichtigen
Wandel in der Wahrnehmungspraxis. Neue künstlerische
Ausdrucksformen stellten das traditionelle White Cube-
Konzept, was Kunst ist und wie sie ausgestellt werden
sollte, in Frage. Die Nutzung unserer natürlichen
Umgebung als Bühne für kreative Interpretationen, in
welcher Form auch immer, trug dazu bei, den Grundstein
für die Wahrnehmung der Kunst in diesem Jahrhundert zu
legen.
Die Gruppenausstellung "Searching for the Shapes Within",
die von Persons Projects präsentiert wird, konzentriert sich
auf die Erde als gemeinsame Grundlage für verschiedene
künstlerische Interventionen. Was wir sehen, womit wir
atmen und worauf wir stehen, ist Teil der natürlichen Welt,
auf der unser Daseinszustand aufbaut. Doch in Wirklichkeit
ist es eine Kombination aus zahlreichen Elementen und
Formen, die alle zusammenkommen, um eine Umwelt zu
bilden, die sich im ständigen Wandel befindet.
Was alle Künstler*innen der Ausstellung gemein haben, ist
ihr Interesse am Experiment, welches neue Denkrahmen
schafft. Ihre Werke formen eine 50-jährige Zeitachse, die
von den frühen 1970er Jahren bis in die Gegenwart reicht
und einen wechselseitigen Dialog zwischen Kalifornien,
Island, Finnland, Polen und Israel in Gang setzt.
Sie haben einen gemeinsamen Zugang zu der Art und
Weise, wie sie unsere natürliche Landschaft als
Grundmaterial für ihre konzeptionellen Entwürfe
verwenden. Die Arbeiten reichen von den Wüsten Mojave
(Kalifornien) und Negev (Israel) über die Gletscher Islands
bis zu den Wäldern Finnlands und schließlich zu den
sanften Hügeln Polens. Ihre Verbindung ist nicht an einen
Ort gebunden, sondern vielmehr ein kognitiver Ansatz, um
Aspekte der Sinngebung durch den Prozess des Handelns
zu verstehen. Ihre Methoden mögen sich unterscheiden,
dennoch teilen sie alle eine leistungsstarke Sensibilität in
der Realisierung des finalen Bildes. Diese Werke sind
persönliche Bühnen ohne Grenzen, wo es kein anderes
Publikum gibt als die Zukunft.