Sense & Sustainability Symposium
Was sind Zukunftsthemen für Design, Gestalterinnen und somit für die Designlehre?
1990 haben die Vereinten Nationen eine Reihe von Zielen für das Jahr 2015 festgelegt. Einige von ihnen wurden erreicht, andere Themen müssen jedoch noch stärker angegangen werden, um unsere Gesellschaft auf eine bessere Zukunft mit einem stärkeren sozialen und nachhaltigen Klima vorzubereiten.
Unter ihnen die großen Fünf: Energie, Nahrung, Wasser, Abfall und Wohlbefinden.Wenn es um die zukünftigen Systeme und Produkte, in denen und mit denen wir leben wollen geht, taucht das Wort
„nachhaltig“ häufig auf. Aber es scheint auch eines der am meisten überstrapazierten Worte zu sein – der Begriff Nachhaltigkeit dient oft als „Greenwasher“, für Produkte, die nur zu geringen Anteilen aus recyceltem, umweltbewussten oder biologischem Material bestehen.
Bei Nachhaltigkeit geht es um mehr, es gibt dazu viele Fragen:
Welchen Einfluss haben die von uns produzierten Objekte auf CO2-
Emissionen? Brauchen wir immer mehr Produkte? Soll sich unsere Wirtschaft verändern? Was können neuartige Technologien für eine nachhaltige Zukunft beitragen? Können wir überhaupt nachhaltig gestalten? Nachhaltigkeit hat viele Facetten, die für Designer relevant sind.
Dieses Sommersemester endet das POWER HOUSE Projekt von Professorin Ineke Hans während des Rundgangs mit einem Symposium zum Sinn und Unsinn von Nachhaltigkeit, zu dem internationale Experten und Designer eingeladen sind.
Sprecher:
Tejo Remy gestaltete mit seinen ersten Arbeiten – Chest of Drawers,
Ragchair and Milkbottle lamp – seine „eigene Welt mit dem, was er vorfand“, wie schon Robinson Crusoe sein eigenes Paradies auf einer Insel. Diese ersten Droog Designs Objekte erlangten schon weltweite Anerkennung, als Begriffe wie „Cradle to Cradle“ oder
„Sustainable Design“ noch nicht in aller Munde war. Tejo Remy wird über seine frühen Arbeiten sprechen und darauf eingehen, wie er sich heute auf Nachhaltigkeit bezieht.
Tjeerd Veenhoven arbeitet an Produkten aus neuen Materialien, um daraus nachhaltiges Geschäftsmodelle zu generieren. Seine Forschung umfasst Textilien aus Algen in Kooperation mit H&M, Flip-
Flops aus Palmleder und Pigmente aus Tulpenblüten. Tjeerd Veenhoven wird über einige Fakten und Zahlen und seine Arbeit als nachhaltiger Materialforscher sprechen.
Anne van der Zwaag schrieb: „LOOKS GOOD FEELS GOOD IS
GOOD“, ein Buch über soziales Design in Bezug auf globale Umweltthemen, das Unternehmen und Regierungen unterstützen soll, die Möglichkeiten von Design zu erkennen bei den wichtigsten, weltweiten Herausforderungen. Die Kuratorin und Kunsthistorikerin Anne van der Zwaag wird über nachhaltiges und soziales Design und inspirierende Fallstudien sprechen.
Ed van Hinte schrieb: „Products that Last, product design for circular business models“. Van Hinte studierte Industriedesign an der TU
Delft und ist vor allem als Designkritiker und unabhängiger Denker bekannt. Als Protagonist nachhaltiger Zukunftsstrategien beschäftigt er sich mit der Erforschung mit der Leichtigkeit und Dematerialisierung von Produkten.