Ivan Liovik Ebel: Every Now and Then
Galerie Gilla Lörcher freut sich, mit einer farbintensiven Solo-
Ausstellung des Künstlers Ivan Liovik Ebel in die Herbstsaison 2016
zu starten. Der Künstler beschäftigt sich seit etwa 3 Jahren in seiner
Serie „Loop“ mit der Idee des künstlerischen Doppels und hinterfragt
dabei einerseits die für Kunstwerke existenzielle Frage nach Original
und Kopie, und andererseits die Möglichkeit, Momente zu
reproduzieren und Gleichzeitigkeit zu schaffen.

Für die Ausstellung „Every Now and Then“ hat Ivan Liovik Ebel diese
Idee des künstlerischen Doppels in einer anderen Formensprache
weiter entwickelt. Die jüngst entstandene Skulptur „Saaampling“ ist
in der Ausstellung drei Mal vertreten. Ihr Entstehungsprozess ist für
Ebel auch eine Referenz an die Musik und das Verfahren des
Samplings: Etwas aus seinem Kontext herauszunehmen, hier einen
Stein aus der Natur, und es in einem neuen Kontext zu wiederholen.
Und weil die Täuschung ein wesentliches Thema von Ebel ist, spielt
die Idee des Trompe-l’œil (und dessen Gegenteil) bei dieser
Ausstellung ebenso eine große Rolle.
„Einzelwerke und Serien, entstanden auf der Basis wiederholter
Gesten und regulierender Prinzipien, stellen die Idee des Originals
und der Kopie, der Zeitlichkeit, der Verwandlung, der Chronologie
sowie der Verhältnisse zwischen Zeit und Raum im
Entstehungsprozess eines Bildes in Frage“, so Ivan Liovik Ebel.
Für Every Now and Then erstrahlt der Galerieraum in zartem Rosa.
Die Loop-Arbeiten, die im Raum zu schweben scheinen, lassen sich
nur bei wirklicher Durchdringung des Raumes als Doppelwerke
wahrnehmen. Besucher, die die Show mit einem Blick oder aus nur
einer Perspektive zu erfassen meinen, werden also schon mal 50%
der Ausstellung verpassen. Every Now and Then birgt zwei
Ausstellungen in einer. Eine Herausforderung für den Berlin Art
Week-Flaneur.
Foto: Andre Kirchner. Courtesy Galerie Gilla Lörcher