Nabil El Makhloufi - Nachtwege
Zur Eröffnung mit dem Künstler am Freitag, 16. Januar um
19 Uhr laden wir Sie und Ihre Freunde herzlich in unsere
Frankfurter Galerie ein.
Nabil El Makhloufi wurde 1973 in Fès geboren. Er besuchte
die Kunstschule von Rabat, arbeitete als Kunstlehrer und
studierte 2001 bis 2008 an der Hochschule für Grafik und
Buchkunst Leipzig. Nach dem Diplom nahm Annette
Schröter ihn in ihre Meisterklasse auf.
In den Jahren seit 2005 entwickelte der Künstler eine
Synthese der zeitgenössischen Kunst Marokkos mit der
Malerei der Leipziger Schule. 2010 kam es zu einer ersten
Würdigung dieses außergewöhnlichen Weges: zur Dak’Art
Biennale erhielt El Makhloufi den renommierten Thamgidi-
Preis. Seit dem Sommer 2014 arbeitet er im Rahmen des
Paris-Stipendiums an der Cité des Arts in Paris.
In der Malerei Nabil El Makhloufis verfolgt jede Linie, jede
Fläche Missionen in der Gesamtkomposition. Peinture und
Kolorit funktionieren ausgesprochen subtil - aus trockenen,
fast unmerklich nuancierten Ebenen ragen einzelne
Kontraste riffartig hervor, sparsame Farbtupfer wirken
erfrischend wie Oasen.
Diese Subtilität spielt sich nicht im luftleeren Raum ab. El
Makhloufi hat Geschichten zu erzählen und handfeste
Prophezeiungen zu machen. In den Jahren vor der
„Arabellion“ nahmen seine Bilder die Aufstände in
Nordafrika und Nahost vorweg. Seine „Menschenmengen“
und „Überfahrten“ thematisieren bereits seit 2008 den
Exodus, der uns Europäer derzeit so intensiv beschäftigt.