Zeichnung der Gegenwart
Frank Badur, Hans Baschang, Joachim Böttcher, Jens Elgner, Horst Hussel, Jürgen Köhler, Rolf Lindemann, Pia Linz, Nanne Meyer, Malte Spohr, Sam Szembek Ausstellungseröffnung in der Galerie Parterre, Dienstag dem 15. Juli 2014 um 20 Uhr Zur Eröffnung sprechen: Kathleen Krenzlin, Kuratorin der Ausstellung, Leitung Galerie Parterre und Dr. Michael Lailach, Kunstbibliothek der Stiftung Preußischer Kulturbesitz
Die Ausstellung Zeichnung der Gegenwart stellt auf lebendige und korrespondierende, auch unerwartete und unkonventionelle Art und Weise unverwechselbare, für interessant und wesentlich erachtete Positionen der gegenwärtigen Zeichnung zusammen. Allen Positionen gemeinsam ist, dass sie sich dem freien und einvernehmlichen Umgang mit den Mitteln, Möglichkeiten und Grenzen des Mediums widmen und Arbeiten auf Papier vorstellen. Kuratorin Kathleen Krenzlin hat in dieser Ausstellung zielstrebig hochkarätige Zeichnerinnen und Zeichner – die Mehrzahl lebt und arbeitet in Berlin – mit sehr unterschiedlichen Haltungen und Auffassungen vereint. So bringt die Ausstellung Künstlerinnen und Künstler, die ausschließlich zeichnen, mit jenen zusammen, deren Zeichnung einen gewichtigen Teil im Gesamtwerk einnimmt. Die Ausstellung versucht, die individuelle Herkunft der konkreten Zeichnung zu erforschen und die unmittelbare Abstammung von der Figur, Landschaft oder dem sonst wie sichtbaren zeichnerischen Anlass als Möglichkeit ebenso einzubeziehen, wie ein sich durch die Linie Ausdruck verschaffendes, strukturell-konzeptionelles Gedankengebäude, das nicht zuerst mimetische Absichten verfolgt.
Zur Ausstellung erscheint das IV. Arbeitsheft der Galerie Parterre Berlin mit Einführungstexten von Kathleen Krenzlin und Michael Lailach, Textbeiträgen zu Sam Szembek, Hans Baschang und Rolf Lindemann von Inga Kondeyne, Lothar Romain und Jens Semrau, aktuellen Künstlergesprächen mit allen anderen Beteiligten, Biographien und Literaturhinweisen.
Die Ausstellung wird von einem Veranstaltungsprogramm mit Andreas Schalhorn, Annelie Lütgens, Eugen Blume, Manfred Zoller, Bettina Munk, Friedrich Dieckmann, Horst Hussel u.a. begleitet.
Weitere Informationen unter: Galerie Parterre Berlin
Auch für diese Ausstellung wird es in Zusammenarbeit mit Jugend im Museum e.V. unser stark nachgefragtes, kunstpädagogisches Angebot geben.
Kurzbiografien:
Frank Badur (*1944 Oranienburg bei Berlin)
1963-1969 Studium der Malerei an der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste, Berlin 1973 Errichtung des ständigen Ateliersin Finnland 1982 Stipendiat der Hand-Hollow-Foundation von George Rickey, East Chatham, NY, Arbeitsaufenthalt in den USA, Stipendium des DAAD
1984 Kunstpreis TetraPak Art Prize, Werkstipendium des Kunstfonds Bonn 1985 Berufung als Professor an die Hochschule der Künste, Berlin 1993 Mitglied Akademie der Künste, Berlin 2003 Gastprofessor an der China Academy of Art, Hangzhou 2007 Visiting Artist an der Georgia State University, Atlanta lebt und arbeitet in Berlin und Finnland Hans Baschang (*1937 in Karlsruhe)
1957-1961 Studium der Malerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe bei Herbert Kitzel und Fritz Klemm 1962 Stipendium an der Académie des Beaux-Arts in Paris 1966 Villa-Romana-Preis, Florenz, 1970 Stipendiat der Villa Massimo in Rom 1971 Lehrauftrag, 1974 Dozent an der Fachhochschule für Gestaltung Pforzheim 1972-1973 Gastdozent an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe 1975-2002 Professur an der Akademie der Bildenden Künste, München seit 1997 Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste in München 2002 Bundesverdienstkreuz 1. Klasse lebt und arbeitet in München und Neuburg an der Donau Joachim Böttcher (*1946 Oberdorla/Thüringen)
196-1972 Studium der Malerei und Graphik an der Hochschule für Bildende Künste Dresden 1980–1983 Meisterschüler der Akademie der Künste der DDR bei Werner Stötzer 2000 Lehrauftrag für Bildhauerei an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee 2003 Stipendiat des Kunstvereins Röderhof e. V. im Harz 2007 Stipendiat des Künstlerhauses Lukas, Ahrenshoop 2010 Brandenburgischer Kunstpreis der MOZ für Bildhauerei lebt und arbeitet in Stabeshöhe/Uckermark und Berlin Jens Elgner (*1958 Blankenburg/Harz)
1979/80 Studium der Architektur an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee 1980-1984 Studium der Malerei ebendort 1987 Preis der Internationalen Triennale der Malerei und Grafik Hanoi 1991 Arbeitsstipendium der Stiftung Kulturfonds 1992 Förderpreis des Oberbürgermeisters der Landeshauptstadt Magdeburg 1992/1994 Arbeitsstipendium des Landes Sachsen-Anhalt 1995 Arbeitsstipendium in Ekely (Norwegen)
seit 1996 im Künstlerförderprogramm der Deutschen Kreditbank AG
2000 • 1. Anhaltinischer Kunstpreis der Stadtwerke Haldensleben 2001 Arbeitsstipendium im Künstlerhaus Schloss Wiepersdorf der Stiftung Kulturfonds • lebt und arbeitet in Blankenburg/Harz Horst Hussel (*1934 Greifswald)
1953/54 Studium an der Hochschule für Bildende Künste Dresden 1954-1958 Studium der Malerei an der Hochschule für bildende und angewandte Kunst in Berlin-Weißensee, Exmatrikulation während der Diplomarbeit aus politischen Gründen 1958 Beginn eines Grafikstudiums an der Hochschule für bildende Künste Berlin-Charlottenburg; Abbruch des Studiums durch den Bau der Mauer 1959 3. Preis des Bundesverbandes der Deutschen Industrie seit 1961 Arbeit als Grafiker, Zeichner, Buchgrafiker, Schriftsteller und Herausgeber 1987 Präsident der Kurt-Schwitters-Gesellschaft der DDR
1990 nachträgliche Zuerkennung des Diploms durch die Kunsthochschule Berlin-Weißensee seit 1990 Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland 1993 Jule-Hammer-Preis 1994 Gründung der Dronte-Presse lebt und arbeitet in Berlin Jürgen Köhler (*1954 in Halle/Saale)
1972-1976 Studium des Verkehrsbauwesens in Dresden 1976-1979 Tätigkeit als Bauingenieur und Ausstellungstechniker 1979-1984 Studium der Malerei an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee 1986-1989 Meisterschüler der Akademie der Künste der DDR
1996 Stipendium der Stiftung Kulturfonds 1997 Stipendium der Stiftung Kunstfonds Bonn 2004 Egmont Schaefer-Preis für Zeichnung • lebt und arbeitet in Berlin Rolf Lindemann (*1933 Magdeburg)
1951-1961 Studium der Malerei an der Hochschule für bildende und angewandte Kunst Berlin-Weißensee 1980-1989 Gastdozent an der Fachschule für Werbung und Gestaltung Berlin 1983 Preisträger der Ausstellung 100 ausgewählte Grafiken 2000 Hellen Abbott Förderpreis • lebt und arbeitet in Berlin Pia Linz (*1964 Kronberg/Taunus)
1983-1989 Studium der Malerei an der Städelschule in Frankfurt,
Meisterschülerin bei Christa Näher 1989/1990 Romstipendium der Studienstiftung des Deutschen Volkes 1999 Arbeitsstipendium des Landes Rheinland-Pfalz im Künstlerhaus Schloss Balmoral, Bad Ems 2000/2001 Arbeitsstipendium der Hessischen Kultur GmbH
2003 Arbeitsstipendium im Herrenhaus Edenkoben 2005/2006 Londonstipendium der Hessischen Kulturstiftung 2007 Arbeitsstipendium der Kulturverwaltung des Berliner Senats 2010/2011 New York-Stipendium der Berliner Senatskanzlei- Kulturelle Angelegenheiten 2013 Arbeitsstipendium der Berliner Senatskanzlei-Kulturelle Angelegenheiten lebt und arbeitet in Berlin Nanne Meyer (*1953 Hamburg)
1974-1981 Studium an der Hochschule für bildende Künste, Hamburg 1982/83 DAAD-Stipendium London 1986/87 Villa-Massimo-Preis, Rom 1989 Zeichenstipendium, Nürnberg seit 1994 Professorin an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee 1996 Arbeitsstipendium der Djerassi Artist Foundation in Woodside (Californien)
2003 Förderung des Kunstfonds Bonn für die Publikation Luftblicke 2013 Künstlerinnenpreis NRW für Zeichnung (Hauptpreis)
lebt und arbeitet in Berlin Malte Spohr (*1958 Hamburg)
1984–1990 Studium an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig, Meisterschüler bei Heinz-Günter Prager 1988-1990 Stipendium der Studienstiftung des Deutschen Volkes 1989-1990 Studienaufenthalt in Barcelona, Universidad de Bellas Artes 1991 Stipendium Studienstiftung des Deutschen Volkes für auf Kreta, Malta und Sizilien 1992 erster Preis Trophäenwettbewerb Skulpturenmuseum Glaskasten, Marl 1997 Arbeitsstipendium der Stiftung Kulturfonds 2000 Stipendiat des Künstlerhauses Lukas, Ahrenshoop 2001 Projektförderung der Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur, Berlin 2004 Stipendium der Stiftung Kunstfonds Bonn lebt und arbeitet in Berlin Sam Szembek (*1953 Memmingen/Iller)
1974-1976 Studium der Kunstgeschichte und Philosophie an der Universität Stuttgart 1975-1981 Studium der Malerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart 1979 und 1981 Oberschwäbischer Kunstpreis 1981-1986 Lehrauftrag an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg 1986/87 Stadtzeichner von Nürnberg 1986 Stipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg 1994 Paris, Stipendium Cité Internationale des Arts 2001 Stipendium des Bemis Center for Contemporary Arts in Omaha, Nebraska 2007 Stipendium der Stiftung Bartels Fondation, Basel lebt und arbeitet in Kirchheim/Teck und Ebersbach/Fils