9. Egmont-Schaefer-Preis für Zeichnung an Hans Scheib
Der 9. Egmont-Schaefer-Preis für Zeichnung wird an den Berliner Bildhauer, Zeichner und Grafiker Hans Scheib für sein herausragendes und umfangreiches grafisches Werk verliehen.
Preisverleihung am Dienstag, dem 20. Mai 2014
Begrüßung Kathleen Krenzlin, Galerie Parterre Berlin Laudatio zur Preisverleihung Christoph Tannert, Künstlerhaus Bethanien Grußwort des Vereins Berliner Kabinett Dr. Jens Semrau, geschäftsführendes Mitglied des Vorstands
Ausstellung vom 21. Mai bis 6. Juli 2014
Gefördert durch den Ausstellungsfonds kommunale Galerien von der Senatskanzlei Kulturelle Angelegenheiten.
Zur Ausstellung erscheint eine Publikation des Vereins Berliner Kabinett in Zusammenarbeit mit der Galerie Parterre Berlin und Hans Scheib. Sie enthält Zeichnungen und einen Text von Katja Lange-Müller. Die Radierungen sind in dem Band KALTE NADEL Hans Scheibs Radierungen 1977–2004 mit einem Text von Michael Freitag 2008 erschienen. Er liegt während der Ausstellung zum Preis von 78 EUR vor.
Parallel zur Preisträgerausstellung sind in der Galerie Parterre Berlin außerdem Zeichnungen von Egmont Schaefer aus Anlass seines 10. Todestages zu sehen.
Hans Scheib
HANS SCHEIB
1949 in Potsdam geboren, aufgewachsen in Berlin Schriftsetzer-Lehre, Abitur 1971-1976
Studium der Bildhauerei, Hochschule für Bildende Künste Dresden ab 1976 freiberuflicher Bildhauer in Berlin / Ost ab 1985 freiberuflicher Bildhauer in Berlin / West 1995
Kunstförderpreis der Akademie der Künste, Berlin 1.Preis beim Wettbewerb "Denkmal für die ermordeten Juden Europas" mit Hella Rolfes, Christine Jackob-Marks und Reinhard Stangl (nicht realisiert)
seit 2001
Mitglied der Freien Akademie der Künste, Hamburg 2004
Studienaufenthalt in der Villa Romana, Florenz Werkstatt in Kolchis, Tiblissi / Georgien 2005
Bautzener Kunstpreis Einladung zur 2.Internationalen Biennale Peking / China 2006
Projekt Pirosmanis Tisch, Tiblissi / Georgien und Jerewan / Armenien 2007
Visiting Artist im Oberlin College, Oberlin / Ohio 2010
Breakthrough-Projekt, USA, in Nashville, Aspen, Washington, San Antonio, Chicago Einladung zur 4.Internationale Biennale Peking / China
Der Egmont-Schaefer-Preis für Zeichnung würdigt neben dem Namensgeber selbst das zeichnerische Schaffen des jeweiligen Preisträgers und die Zeichnung als künstlerische Ausdrucksform. Einen Preis für Zeichnung hat es so in Berlin bisher nicht gegeben, obwohl hier populäre Vorläufer wie Emil Orlik, Heinrich Zille, Albert Schäfer-Ast, Käthe Kollwitz, Werner Gilles, Werner Heldt und Herbert Tucholski gewirkt haben. Auch Egmont Schaefers frühes Vorbild, Alfred Kubin, arbeitete in Berlin. Der Preis nimmt diese zeichnerische Tradition auf und trägt seit mehr als 15 Jahren dazu bei, der Zeichnung einen bedeutsamen Platz im öffentlichen Bewusstsein der Stadt zu verschaffen.
Für die Verleihung des Egmont-Schaefer-Preises für Zeichnung ist bestimmt:
- Der Egmont-Schaefer Preis wird alle 2 Jahre vergeben.
- Der Preisträger wird durch einen unabhängigen Beirat bestimmt, der sich aus anerkannten Kunstwissenschaftlern und Künstlern zusammensetzt und für jede Preisvergabe neu berufen wird. Regelmäßiges Mitglied ist der Vorsitzende des Vereins Berliner Kabinett.
- Bewerbungen für den Preis sind nicht möglich.
- Der Preis ist mit mindestens 1000 € dotiert.
- Mit der Preisverleihung ist eine Ausstellung des Preisträgers verbunden.
- Zur Ausstellung wird eine Publikation in Zusammenarbeit mit dem Preisträger herausgegeben.
- Preisverleihung und Ausstellung finden im zeitlichen Zusammenhang mit dem Geburtstag von Egmont Schaefer jeweils im Mai statt.
Abbildung: HANS SCHEIB, Selbst. 1980, Kaltnadelradierung