Thitz - Metropolis of Tomorrow - Malerei
„Tüten und Acryl auf Leinwand“, so beschreibt Thitz die materielle Struktur seiner Gemälde. Anschauliche, greifbare, unmittelbare Zeugnisse einer vor Vitalität dampfenden Welt. „Wer Großstädte wirklich malen will, darf nicht eine ausgedachte Stadt darstellen, sondern muss versuchen, das empfundene Erlebnis an sich zu malen, mit allen Geräuschen, Krach, Staub und Gerüchen. In eine Sekunde Stadt passt unendlich viel Information – diese Stadt meine ich, das sind meine inneren Bilder", postulierte Thitz einmal.
Nun entwirft Thitz eine urbane Utopie: die Stadt von morgen. Es ist lebendig wie immer, aber inzwischen scheint die Luft sauberer, der Geräuschpegel moderater und die Gefahr eines Farb-Überfalls durch irre Rabauken hinter der nächsten grellbunten Ecke hat nachgelassen. Statt hypertrophierter Darstellung des real existierenden städtischen Chaos’ schafft Thitz Gegenentwürfe. Städtische Utopien sind es, die neuerdings entstehen, Visionen eines heiteren Lebens.