galerie.de
← Ausstellungen
05.06.2013 – 18.08.2013

small business/europa

small business/europe Fotografien von Fred Breinersdorfer

am 05.06.13 um 19 Uhr in die salve art gallery

Seit über zehn Jahren fotografiert Fred Breinersdorfer an allen Orten der Welt Geschäftsfassaden.

Eine Serie aus den in Europa entstandenen Fotos ist im Sommer 2013 in der Leipziger Salve Art Galerie unter dem Titel "small business/europe" zu sehen.

"Geschäftsportraits sind wie Menschengesichter, lesbar und doch voller Geheimnisse. Es mischen sich in ihnen das Bewusste im Angebot des Ladens mit dem Unterbewussten, der Verführung der Käufer. Quer durch Europa entsteht ein Bild faszinierender kultureller Vielfalt und verblüffender Gemeinsamkeiten - und manchmal auch mehr oder weniger freiwilligen Humors. Doch leider sterben die individuellen Geschäftsgesichter langsam den Verdrängungstod durch die Maskenfassaden der Einzelhandelsketten."

Zum Künstler:
Der Autor und Rechtsanwalt Fred Breinersdorfer wurde 1946 im Mannheim geboren, hat in Mainz und Tübingen Jura und Soziologie studiert, 17 Jahre in Stuttgart als Anwalt praktiziert. Nach einem Gastspiel in der Politik (1994
Kandidatur für den Bundestag in Stuttgart für die SPD)
widmete sich Breinersdorfer ganz der Schriftstellerei, hauptsächlich dem Drehbuchschreiben. Weil sich aber "bei der Drehbucharbeit viele einmischen und endlos hineingeredet wird" (Zitat Breinersdorfer), flüchtet sich Breinersdorfer zum Ausgleich in die Fotografie. Dort bestimmt alleine der Künstler Thema, Form und Inhalt. So entstand auf zahlreichen Reisen in den vergangenen zehn Jahren die Serie
"small business/europe".

Auszug aus seinen filmischen Werken: Als Drehbuchautor startete er mit einem Tatort-Klassiker, "Zweierlei Blut" (Horst Schimanski). Es folgten zahlreiche Spielfilme, meist Krimis, aber nicht ausschliesslich, darunter "Der Hammermörder", eine Verfilmung seines gleichnamigen Romans (DER
SPIEGEL: "Ein Klassiker des deutschen Fernsehfilms), oder
"Notwehr", "Quarantäne", "Angst", "Duell der Richter" oder die Zweiteiler '"Das tödliche Auge", "Der Mann mit der Maske", "Mein ist die Rache", "Die Hoffnung stirbt zuletzt",
"Der verlorene Sohn" und "Der Chinese" (Verfilmung des gleichnamigen Romans von Henning Mankell, den er zusamen mit seiner Tochter Léonie-Claire schrieb).

Im Frühjahr 2011 startete er in der Deutschen Filmakademie das Projekt "Filmmakers in Prison", mit dem in Zusammenarbeit mit der "Berlinale" und "Amnesty International" verfolgte Filmemacher unterstützt werden.
2012 wurde ihm der Verdienstorden des Landes Baden-
Württemberg verliehen.

Seine Drehbücher und Filme wurden mehrfach für Preise nominiert - darunter für den Deutschen Fernsehpreis,
Deutschen Filmpreis und den Europäischen Filmpreis - und ausgezeichnet, unter anderem mit dem Adolf Grimme Preis mit Gold, dem Deutschen und Europäischen Filmpreis und dem ver.di Fernsehpreis. Für den Academy Award (Oscar®)
2006 war "Sophie Scholl - die letzten Tage" in der Kategorie
"Foreign Language Film" nominiert.

Der Künstler ist am Abend anwesend.