Transition Space
Steffen Kasperavicius konstruiert unter verschiedenen Aspekten Zusammenhänge zwischen Fiktion und Wirklichkeit, zwischen Bekanntem und Unbekanntem, zwischen Irritation und Enttäuschung. Die meist multimedialen Arbeiten verweisen auf Ideen der Fluxus-, Minimal- sowie Konzeptkunstbewegungen der 1960er bis 1970er Jahre, in denen zum einen die Konzeption eines Werkes seiner Verwirklichung übergeordnet ist und sich die Arbeiten zum anderen durch reduzierte Formensprache, Serialität sowie skurrilen Witz definieren. Vertraute Ikonen, Gerätschaften und Strukturen werden manuell, digital oder theoretisch manipuliert und umgedeutet bis eine Kontextverschiebung einsetzt. Die Betrachter werden so mit Objekten und Video, mit Bild- und Ton, mit installativen Interventionen oder Software-Applikationen konfrontiert.
In der Werkserie "Arrays" verarbeitet Steffen Kasperavicius seriell gefertigte, bereits gebrauchte Europoolpaletten skulptural. Durch die wiederholte Verwendung des immer gleichen Objektes, die unterschiedliche Kombinationen und Zusammenstellungen zulässt, drückt er einerseits seine Faszination für diese, in erster Linie, funktionalen Materialien aus und beweist zudem andererseits ihre architektonische Qualität in ihrer Inszenierung vor Ort.
Die Ausstellung "Transition Space" wird von einer schaufelradähnlichen Paletten-Installation dominiert, die roh und bedrohlich brückenhafte Objekte und Modelle überragt. Eine Video- und Soundarbeit unterstützt den düsteren Grundcharakter der Präsentation und hebt den Galerieraum sowie dessen Gravitation und dutzende Holzpaletten virtuell aus den Angeln.