Near mint
ETAW [iːtɔ:] ist eine konzeptuelle Kooperation der beiden Berliner Künstler Steffen Kasperavicius und Jorge Lopes.
In abwechselnder oder gleichzeitiger formaler Neuanordnung oder malerischer Bearbeitung hölzerner oder metallener Straßen- und Müllfundstücke untersucht ETAW das Wesen und den Wieder-Wert von der Gesellschaft ausgestoßener und unfunktionaler Materialien.
Dabei werden die entstehenden skulpturalen Bildobjekte in einen neuen Kunst-Kontext gerückt, welcher diesen zivilisationskritischen Aspekt durch Transformation und Auflösungsprozesse thematisiert und eine künstlerische Haltung zeigt, die dem Dauerhaften und Statischen misstraut.
ETAW's Interesse gilt nicht nur der Kostruktion, sondern auch der Dekonstruktion, dem Extrahieren von Zeichen, Oberflächen, Überresten und Abbauprozessen von Natur und Gesellschaft.
Die Arbeitsweise erfolgt in abwechselnden und regelmäßigen Zyklen des Sammelns und des konsequenten Erarbeitens der Objekte und Skulpturen. Der Fokus liegt dezidiert auf einer engen aber temporären Zusammenarbeit durch Austausch, Diskussion und Komposition, um, entgegengesetzt der herkömmlichen Einzelkünstler-Attitüde, die Talente zu verbinden. Erfahrungen aus Malerei (Lopes), einerseits, und Installation/Plastik (Kasperavicius), andererseits, werden in einer gemeinsamen Werkreihe verknüpft und als eigenständige künstlerische Position präsentiert.