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KwieKulik | The Monument Without a Passport
(30.04.2016 - 30.07.2016)




Galeriedetails
Kontakt:   
 
          Persons Projects
          Asia Zak Persons
 
          Lindenstr. 34-35
          10969 Berlin
          Deutschland
 
Telefon:   
+493028883370
Fax:   
 
E-Mail:   
Kontaktformular
Galerie:   
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Die Adresse der Ausstellung lautet:
 ŻAK | BRANICKA
Lindenstr. 35
Tel.:493061107375
 10969 Berlin

Beschreibung der Ausstellung:
 ŻAK | BRANICKA freut sich, die Einzelausstellung des Künstlerduos KwieKulik (Przemysław Kwiek, Zofia Kulik) mit
dem Titel Das Denkmal ohne Pass im Rahmen des Gallery Weekend Berlin 2016 zu prÀsentieren.
In den gezeigten Kunstwerken geht es um die Kritik am repressiven Staat. Das Hauptthema ist die persönliche und soziale
Freiheit, sowie die Reise- und Meinungsfreiheit. Die Ausstellung entstand als Reaktion auf die gegenwÀrtigen politischen
Konflikte in Europa, insbesondere das Problem der Zensur. Die gezeigten Werke – überwiegend in den 1970-er Jahren
entstanden – sind zeitlos und damit gleichermaßen aktuell. Sie verdeutlichen, dass sich Geschichte wahrhaftig wiederholt.
Das Künstlerpaar KwieKulik bestand zwischen 1971 und 1987 und gilt als eines der wichtigsten KunstphĂ€nomene jenseits
des Eisernen Vorhangs. In den 16 Jahren seines Bestehens führte das Duo unzĂ€hlige Performances auf, initiierte
künstlerische Demonstrationen und erschuf zahlreiche Objekte, Filme und Fotografien. Durch ihr soziales und politisches
Engagement und ihre kompromisslose Kritik nehmen KwieKulik eine einzigartige Stellung in den avantgardistischen
Bewegungen ein. Das Politische in ihrer Kunst war schon immer eine Reaktion auf die Missbilligung, die ihnen das polnische
Regime entgegenbrachte. KwieKulik lehnten traditionelle Ausdrucksformen ab; ihre Methoden waren für ihre Zeit
bahnbrechend. So erhoben sie die Performance und die Dokumentation ihrer Kunst zu wesentlichen Aspekten ihres
Schaffens. Ihr Grundsatz war die Aufhebung der Grenze zwischen dem privaten Leben und der Kunst nach dem Motto: „Das
Private ist politisch.“
Eine ihrer ersten Arbeiten ist die Fotoserie Ameryka (1972-1985). Der Titel ist angelehnt an eine Zeitschrift, die in
Washington gedruckt und von der amerikanischen Botschaft in Polen vertrieben worden ist. In dieser Zeitschrift wurde die
RealitĂ€t in den Vereinigten Staaten auf idealisierte Weise dargestellt – in der darin gezeigten, utopischen Welt waren alle
Menschen glücklich. Kwiek und Kulik konnten sich damit nicht identifizieren, da diese Abbildungen nicht der RealitĂ€t des
sozialistischen Alltags entsprachen. Also schufen sie ihre eigene, ideale Welt: Die Fotos zeigen sie als glückliche Eltern und
Künstler, die beruflich erfolgreich sind und die Welt bereisen. Ameryka enttarnt die wahre Sprache der Propaganda, indem
sie diese auf verzerrte Weise darstellt.
Der Titel der Ausstellung Das Denkmal ohne Pass bezieht sich auf eine Performance, die das Duo 1978 auf der
Jugendkunst-Biennale in Sopot aufführte. Es war eine Gegenreaktion auf ein Reiseverbot, das ihnen die polnische
Regierung auferlegt hatte. Aufgrund dessen konnten sie nicht beim Künstlertreffen „Behaviour Workshop“ in Arnhem
(Niederlande), das im selben Jahr stattfand, teilnehmen. Anlass für das Reiseverbot waren zwei Fotos in einem
Ausstellungskatalog der Kunsthalle Malmö in Stockholm. Auf einem ist Zofia Kulik in der Bildhauerwerkstatt bei der Arbeit an
einer Gedenktafel zu sehen. Im Hintergrund lehnt zufĂ€llig ein Werk eines anderen Künstlers an der Wand. Es ist ein großer
Adler aus Gips – das Wappentier Polens. Die Fotografie ist mit einem Kommentar versehen: „Ein Gipsvogel für Bronze in
den Barracken der Bildenden Künste“. Die zweite Fotografie zeigt eine phallusförmige Tonfigur, ein früheres Werk
Przemysław Kwieks, mit dem Titel Der Schwanzmann. Die Zusammenstellung der beiden Abbildungen führte zur
sogenannten „AdleraffĂ€re“. In dieser wurden die Künstler beschuldigt, das nationale Symbol Polens beschmutzt zu haben.
Der Staat entzog ihnen daraufhin jegliche finanzielle Unterstützungen und verbot ihnen, in den nĂ€chsten Jahren polnische
Kunst im Ausland zu reprĂ€sentieren. So wurde Das Denkmal ohne Pass schließlich zum Mahnmal gegen bürokratische
Willkür. KwieKulik baten daraufhin die Organisatoren in Arnhem, eine Performance nach ihrer Anleitung aufzuführen. Auch
Joseph Beuys nahm daran teil. Die beiden historischen Fotografien werden in der Galerie gezeigt.
Kurz bevor 1981 der Ausnahmezustand in Polen ausgerufen wurde, nahmen Kwiekulik an der Ausstellung „Neue Kunst aus
Polen“ im Künstlerhaus Stuttgart teil. Im Zuge der Ausstellung schufen sie die Videoperformance Supermarkt. Darin
bummeln die Künstler durch einen Lebensmittelladen voller fremder Güter und können sich, vom Überfluss überwĂ€ltigt, nicht
zwischen den Waren entscheiden. Schließlich verlassen sie den Laden, ohne etwas gekauft zu haben. Diese absurde
Situation verbildlicht die Diskrepanz zwischen der RealitĂ€t, die KwieKulik kannten, und einem vermeintlichen „Land der
TrĂ€ume“. Im selben Jahr unternahmen KwieKulik eine Reise, die sie im Video Trip around Europe dokumentierten. Dieses
wird ebenfalls in der Galerie gezeigt. Die zwei Künstler reisten in einem kleinen Fiat 126p durch Deutschland und Belgien.
Im Wagen transportierten sie ein Zelt, SchlafsÀcke, einen Gaskocher, ihre Kamera und sogar einige ihrer Kunstwerke.
WĂ€hrend der Reise verwirklichten und dokumentierten KwieKulik mehrere Projekte und trafen zahlreiche Künstler und
Kollegen wie Joseph Beuys und Elisabeth Jappe.
 
 ŻAK | BRANICKA is proud to present, in the frame of Gallery Weekend Berlin 2016, a solo exhibition by the artist duo KwieKulik (Przemysław Kwiek, Zofia Kulik), titled The Monument Without a Passport. The artworks presented will focus on criticism of state oppression. The main topic is Freedom: both personal and social, but also freedom to travel and of thought. The show is born out of a reaction to current political issues haunting Europe, in particular the issue of censorship. The artworks to be presented’, made during the 1970s are as timeless as they are actual, showing us just exactly how easily history repeats itself. The duo KwieKulik existed between 1971 and 1987 and became one of the most important art phenomena from the other side of the Iron Curtain. Over its 16-year span, they organized many performances, artist demonstrations and created many objects, videos and photographs. KwieKulik’s social and political activities, together with their uncompromising and brave criticism granted their oeuvre an extraordinary position in the avant-garde movements. The political nature of their artworks was, since the beginning, a reaction to the exclusion they experienced from the ruling regime. By refusing to resort to traditional means of expression, their methods were pioneering in the context of their time. For them, performance and the documentation of their works was also an extremely important part of artistic activity. Their postulate was to erase the borders between private life and art, with the statement: “The Personal is Political”. One of their earliest works is the series Ameryka (1972-1985). Originally, Ameryka was the name of a magazine published in Polish by the US Information Agency in Washington and distributed in Poland by the American Embassy. The magazine promoted an ideal lifestyle in the U.S. where only happy people lived. Browsing through the magazine, KwieKulik were struck by the images of smiling people, with whom they could not identify with, standing in the Socialist reality of their lives. As such, they wanted to create their own reality inspired by the American dream. Their photographs show them as happy parents who travel the world and who have succeed in their career. Ameryka unmasks the language of propaganda by deforming it. The title of this exhibition is given by a performance the artists made at the Biennale of Young Art in Sopot in 1978. It was meant as a counteraction for having their passports revoked by the Polish Government, preventing them from traveling to an interdisciplinary workshop in Arnhem (The Netherlands), in that same year. The reasons behind this revocation were two photographs in the catalogue from the exhibition centre Malmö in Stockholm. In one, Zofia Kulik is shown in her studio working on a sandstone memorial tablet. In the background, a large plaster eagle – the emblem of the People’s Republic of Poland – made by another artist leans against the wall. The inscription in the photo was: A Bird of Plaster for Bronze in the Barracks of Fine Arts. In the second photograph, a clay nude, made by Przemysław Kwiek, is entitled Man-Dick. The composition of these two pictures caused the so-called “Eagle affair” where the Polish government accused the artists of having performed actions in Sweden that profaned the patriotic eagle. Thus, KwieKulik lost any financial help from the government and were banned from representing Polish art abroad for the next couple of years. The Monument Without a Passport became a memorial for bureaucratic aggression. Without the ability to travel, KwieKulik asked the organizers in Arnhem to make a performance based on their instructions in which Joseph Beuys participated. Both these historical photographs will be shown at the gallery. Shortly before Martial law was introduced in Poland in 1981 they participated in the exhibition New Artwork from Poland at the Künstlerhaus Stuttgart for which they produced the video performance Supermarket. Throughout the video, the artists stroll around a supermarket (full of ‘foreign’ goods) and are overwhelmed by all the abundance surrounding them, they can’t decide what to pick and end up leaving the shop without buying anything. The abstruse situation in the film points out the contrast between the reality of where KwieKulik live and a utopia where dreams come true. In the same year, they went on a Trip Around Europe, the second video to be shown. The two artists travelled in a small Fiat 126p around Germany and Belgium carrying with them a tent, sleeping bags, a camping stove, their camera and even some artworks. During their journey, KwieKulik realised and documented several projects and met up with artist and colleagues such as Joseph Beuys and Elisabeth Jappe.



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