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21.09.2013 – 30.11.2013

Saul Leiter Works 1949 – 1960 Fotografie und Zeichnung

Erstmals zeigt die Galerie Springer Berlin in einer Ausstellung den New Yorker Fotografen und Maler Saul Leiter. In Kollaboration mit Fifty One Fine Art Photography werden frühe Farbfotografien,
Schwarzweißfotografien und Aquarellzeichnungen präsentiert. Nach einer umfassenden Retrospektive von Saul Leiter im Haus der Photographie der Deichtorhallen Hamburg im Jahr 2012 ist dies die erste Einzelausstellung des Künstlers in Deutschland.

„Saul Leiters Straßenfotografie – damit ist er beispiellos in diesem Genre – ist eigentlich Fotografie gewordene Malerei.“
Mit diesen Worten beschreibt der Fotojournalist Rolf Nobel Saul Leiters fotografische Arbeit eindrücklich.

Schon in jungen Jahren begann Saul Leiter zu malen.

Dabei sollte er nach dem Willen des Vaters Rabbiner und Schriftgelehrter werden. Doch Leiter widersetzte sich den Plänen des Vaters, zog nach New York. Dort lernte er den Maler und Grafiker Richard Poussette-Dart kennen, der ihn mit der Fotografie bekannt machte, unter anderem mit den Arbeiten von Henri Cartier-
Bresson. Saul Leiter begann zu fotografieren, lernte schnell und entwickelte rasch großes fotografisches Können. In einer Zeit, in der die Fotografie meist nur als angewandtes Medium betrachtet wurde, traf der unbeirrbare Autodidakt für sich eine bewusste künstlerische Entscheidung für den Wechsel von der Schwarzweiß- zur Farbfotografie. Mit seinem großen Wissen und seinem Verständnis für die bildende Kunst verstand Saul Leiter sich selbst immer sowohl als Fotograf als auch als Maler.

Unterschiedliche künstlerische Stilrichtungen wie der europäische Impressionismus und Fauvismus, aber auch Formen des Abstrakten Expressionismus verschmelzen in seinen Arbeiten. Er gilt als der Pionier der künstlerischen Farbfotografie. Die flüchtigen Momente seiner Street Photographie – Szenen des New Yorker Lebens, im Vorübergehen festgehalten – kennzeichnen einen großen Teil seiner Arbeit.

Dabei sind sowohl in Leiters Malerei als auch in der Fotografie die Übergänge zwischen Abstraktion und Figurativem aufgehoben. In seinen Farbfotografien tauchen oft große, meist schwarze Flächen auf, die einen überwiegenden Teil des Bildes einnehmen. Ausschnitte und Details bestimmen das Bild. Unschärfen,
Verwischungen und Verfremdung durch beschlagene oder gefrorene Fensterdurchsichten und Spiegelungen sind charakteristisch für Leiters farbfotografische Arbeiten.

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