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Galerie Rothamel Frankfurt

Axel Anklam & Jan Muche - SCOTT
(12.09.2014 - 01.11.2014)




Galeriedetails
Kontakt:   
 
          Galerie Rothamel Frankfurt
          Dr. J├Ârk Rothamel
 
          Fahrgasse 17
          60311 Frankfurt am Main
          Deutschland
 
Telefon:   
0177-5998445
Fax:   
 
E-Mail:   
Kontaktformular
Galerie:   
Link
   


Die Adresse der Ausstellung lautet:
 Galerie Rothamel Frankfurt
Fahrgasse 17
Tel.:0177-5998445
 60311 Frankfurt am Main

Beschreibung der Ausstellung:
 Er├Âffnung am Freitag, 12. September um 19 Uhr
Die K├╝nstler werden anwesend sein.
Performance: Klinke auf Chinch Solo Set

W├Ąhrend des Saisonstarts der Frankfurter Galerien haben
wir
am Samstag, 13. und am Sonntag, 14. September von 11-
18 Uhr ge├Âffnet.


Axel Anklam

Axel Anklams Skulpturen faszinieren durch Klarheit und
Kraft. Dynamische und ruhig flie├čende Partien folgen
einander und erzeugen spannungsvolle Formen. Bevorzugt
nutzt der K├╝nstler transparente oder opake Materialien:
Edelstahlnetze, Epoxyd, Latex. Schimmernde Oberfl├Ąchen
├╝berziehen metallene Karkassen. Lichtwechsel und
├änderungen der Atmosph├Ąre f├╝hren zu immer neuen
Wahrnehmungen.

Grundlage vieler Skulpturen des K├╝nstlers sind harmonische
Strukturen, die auf ausgew├Ąhlten Tonfolgen beruhen. Zur
├ťbertragung auf die Proportionen der tragenden Elemente
benutzt Anklam ein Monochord, welches er der
pythagor├Ąischen Harmonielehre folgend einsetzt. Andere
Werkserien sind von Landschaftsformationen inspiriert.

Axel Anklam wurde 1971 geboren. Er absolvierte eine
Ausbildung zum Kunstschmied, erlangte den Meistertitel,
arbeitete als Restaurator am Schlo├č Sanssouci und
besuchte das Centro Europeo di Venezia. 1998 schrieb
Anklam sich an der HfKD Burg Giebichenstein Halle ein. Er
nahm ein Studium der Bildhauerei auf, das er 2004 an der
UdK Berlin abschlo├č. 2006 zeichnete die UdK ihn mit ihrem
Meistersch├╝lerpreis aus. 2004 wurden Anklams erste
Skulpturen im ├Âffentlichen Raum aufgestellt ÔÇô in Berlin und
Bangkok. Weitere folgten in Frankreich, Japan, Spanien und
mehreren deutschen St├Ądten.

2010 erhielt Anklam den Ernst-Rietschel Kunstpreis f├╝r
Bildhauerei und den Gerlinde Beck-Preis f├╝r Skulptur, im
gleichen Jahr berief die Staatliche Akademie der Bildenden
K├╝nste Stuttgart ihn zum Gastprofessor. 2013 nahm er an
der Biennale di Venezia teil und gewann zwei
Ausschreibungen ├╝ber Kunst am Bau des
Bundesministeriums f├╝r Bildung und Forschung.

Jan Muche

Die Transformatoren schwirren. Jan Muche hat eine Vorliebe
f├╝r Maschinen, fr├╝hmoderne Maschinen- und Fabrikanlagen.
Schaut man die Bilder an, k├Ânnte man auch
,Maschinenfimmel' sagen... Die Maschinerie ragt in die
Bilder, ohne dass man sagen k├Ânnte, was sie denn nun
Sinnf├Ąlliges oder zu welchem Zweck produziert. Sie scheint
vielmehr mit einer Art selbstgen├╝gsamen Produktion vor
sich hin und f├╝r sich hin zu wirtschaften.
Automatenwirtschaft. Wie der griechische automatos, der
aus mysteri├Âser Eigenbewegung selbstverantwortet
handelnde Automat. Schon bei Homer (dem richtigen, nicht
Pounds Vater) steht dazu in der Ilias, 18. Gesang (dem
technoidesten von allen), zu diesem Etwas-f├╝r-sich-/-aus-
sich-Tun: ein Wunder dem Auge. Verursachung war den
Griechen nebens├Ąchlich, Selbstbewegung war, worauf es
ankam. Bei Jan Muche geht das aber auch hin zu ordin├Ąren
Strommasten. So ganz ordin├Ąr sind die nicht, sehen eher
aus wie ein Roller Coaster. Also: die Vergangenheit
elektrifizieren; die konkrete elektrische Utopie (Lenins
Elektrifizierung + Sowjetmacht) klappt manchmal auch in
Farbe. Besonders wenn man sich nicht scheut, nervende
(schrille oder ├╝berstumpfe) Industriefarbe zu verwenden. Es
gibt noch weitere Ebenen, noch mehr Schichten, in denen
K├╝nstler wie Eisenstein mit seinen Kadragen und
Bildmontagen, Lissitzky mit seiner Lenintrib├╝ne, Gordon
Matta-Clark mit seinen Raumschnitten durch feste
(Haus)Materie oder jemand wie Frank Stella mit seinen
Farbmodulen zum Bildbauklotzr├╝cken oder
Farbmauernhochziehen stehen. Von Stella gibt es ein Foto,
auf dem er hoch oben im Rohbau eines Wolkenkratzers
sitzt, mitten im Stahltr├Ągerger├╝st. Als (moderner) Maler
sitzt man wohl immer in sowas drin.
 Ob das nun mit
Burroughs' cut-up, Deleuzes und-Erwiderung (pick-up sagt
er stattdessen) zusammengeht, mit Godards jump-cuts
oder sogar auch mit Chris Markers science-fiction Bildreihen
in La Jetee oder seinen Vertigo-Beschw├Ârungen in Sans
Soleil, muss man sehen.
Klaus Theweleit, aus: Ekstasen der Zeitenmischung.
Eine
Montage zu Bildern von Jan Muche

Die Betrachtung der Arbeiten der vergangenen f├╝nf Jahre
zeigt, mit welcher methodischen Konsequenz Jan Muche an
einer figuralen Malerei arbeitet, die den Zeitgeist, ebenso
wie jegliche Naturalismen, Abbildhaftigkeit und
au├čerbildliche Narration hinter sich l├Ąsst, um zu einer
eindr├╝cklich konstruktivistischen Bild- und
Wirklichkeitsauffassung zu gelangen.
Christian Malycha

Jan Muche wurde 1975 in Herford
 geboren. Er absolvierte
eine Ausbildung zum Lithografen und studierte
2001ÔÇô2006
bei K. H. H├Âdicke an der Universit├Ąt der K├╝nste in Berlin
Malerei, zuletzt als Meistersch├╝ler. 2008 ├╝bernahm er einen
Lehrauftrag an der Kunsthochschule Berlin-Wei├čensee. Jan
Muche
lebt und arbeitet in Berlin.



Galerie Rothamel Frankfurt

 
   
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