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Galerie Rothamel Erfurt

Moritz Götze - Cranach - Goethe - Götze
(16.01.2016 - 19.03.2016)




Galeriedetails
Kontakt:   
 
          Galerie Rothamel Erfurt
          Jörk Rothamel
 
          Kleine Arche 1
          99084 Erfurt
          Deutschland
 
Telefon:   
0361-5623396
Fax:   
0361-5623498
 
E-Mail:   
Kontaktformular
Galerie:   
Link
   


Die Adresse der Ausstellung lautet:
 Galerie Rothamel Erfurt
Kleine Arche 1
Tel.:0361-5623396
 99084 Erfurt

Beschreibung der Ausstellung:
 Als Goethe über Cranach schrieb „in Hinsicht auf Wahrheit
und Blüte“ könne er „selbst neben Tizian bestehen“, ahnte
der Dichter nicht, dass der Maler zu seinen Ahnen gehörte:
Lucas Cranachs d. Ä. Tochter Magdalena war mit dem
sächsischen Kanzler Christian Brück verheiratet. Aus dieser
Linie stammt Goethes Mutter, so dass Cranach Goethes
Oberurgroßvater ist.

Das passt, denn Moritz Götze pflegt seit einigen Jahren eine
massive Goethe-Cranach-Manie. Auf seinem „Goethe-Regal“
stapeln sich Devotionalien des Dichterfürsten, vom
Gartenhaus bis zum Lauchstädter Heilbrunnen; die Kleider
seiner Emaille-Damen bilden den jungen Johann Wolfgang
beim Schmökern ab und auf einem „Picture-Vinyl“
begutachtet der Weimarer Olympier eine blaue Blume, das
Zeichen der jungen Romantiker aus Jena. Die Bilder beider
Cranachs wiederum werden umstandslos dem Repertoire
von Götzes „Deutschem Pop“ zugeschlagen. „Venus und
Amor“ verlassen den mystisch dunklen Raum der
Zeitlosigkeit, den sie in der Eremitage-Fassung des älteren
Cranach bewohnen. Sie streifen durch eine leicht vermüllte
mitteldeutsche Landschaft, unter deren blauem Himmel
sich Windräder drehen. In Götzes Paradies liegen leere
Dosen herum, werden Hochhäuser errichtet und
Europaletten angeschwemmt.

„Er schenkt den Verhängnissen der Fremdheit, dem
vermüllten Planeten, dem Vergessenen oder Verkümmerten
zwischen Fensterbrett, Strand und Luftkriegshimmel immer
die Poesie einer letzten Unberührbarkeit, das Gewicht eines
fraglosen Daseins, also auch ein Staunen, weil bei ihm das
Ereignis zählt, nicht sein Grund. Es so zu sehen, macht ihn
zum Künstler, es so zu zeigen, zu Götze.“ (Michael Freitag)

„Wenn die Geschichte eine Dunkelkammer ist, dann zählt
Götze zu den Lichtmachern. Er leistet sich den ungetrübten
Blick, frei von Ideologie.“ (Christoph Tannert)


Zur Eröffnung mit dem Künstler am Samstag, 16. Januar
2016 um 21 Uhr laden wir Sie und Ihre Freunde herzlich in
unsere Erfurter Galerie ein. Es spricht Rüdiger Giebler.



Galerie Rothamel Erfurt

 
   
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