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Thomas Rehbein Galerie

Gerard Hemsworth "Outing"
(30.01.2015 - 28.02.2015)




Galeriedetails
Kontakt:   
 
          Thomas Rehbein Galerie
          Thomas Rehbein
 
          Aachener Straße 5
          50674 Köln
          Deutschland
 
Telefon:   
+49 221 310 1000
Fax:   
+49 221 310 1003
 
E-Mail:   
Kontaktformular
Galerie:   
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Die Adresse der Ausstellung lautet:
 Thomas Rehbein Galerie
Aachener Straße 5
Tel.:+49 221 310 1000
 50674 Köln

Beschreibung der Ausstellung:
 Gerard Hemsworth’s jüngste Arbeiten beschwören eine
mysteriöse Welt herauf. Geheimnisvoll und doch vertraut.
Unbehaglich und zugleich beschaulich. Das Monochrome
und die Rasterstrukturen klingen als Geist der
modernistischen Ästhetik nach. Subtil zusammengefügte
Farbfelder bringen flache Bildräume hervor die von
cartoonartigen Gesteinsbrocken, Grasbüscheln und Kakteen
bevölkert werden.

Sind diese Landschaften karge Wüsten oder minuziös
gepflegte botanische Gärten? Und wo liegt der Unterschied
im Zeitalter des bequemen Reisens und exotischer
Tagesausflüge? Beide Terrains scheinen gleichermaßen
geeignet um die karierte Picknickdecke dort auszulegen.

Wer sind die Picknicker? Haben die Besucher die Szenerie
gegenwärtig verlassen oder sind die anthropomorph
wirkenden Kakteen deren stachelige Vertreter? Oder
handelt es sich gar um absurde, unerkundete Orte an
denen sukkulente Pflanzen in einem dionysischen Gelage
aus ihren flüssigkeitsreichen Organen heraus gedeihen?

Neben erzählerischen Strukturen vermag man in
Hemsworth’s neuen Arbeiten auch spielerische
Anlehnungen an Werke des 20. Jahrhunderts etwa der
klassischen Moderne entdecken. Ben Nicholson’s auf
geometrische Formen reduzierte Hafenszenen von Cornwall
scheinen hier in den verkapselten Gesteinsformen wieder
anzuklingen, die stummen Mannequins in Chirico’s leeren,
urbanen Schauplätzen kehren als neuzeitliche, vegetative
Madonnen mit Kind wieder; auch die langen,
spindelförmigen Muster in Hemsworth’s Bildwelten
appellieren an unser kollektives Bildgedächtnis und rufen
gar Morris Louis’ hochkantige, von Farbflüssen durchzogene
Leinwände in Erinnerung.

Die Bilder fragen nach dem „Wie“ und dem“ Warum“.
Originelle Kompositionen und Zeichen versetzen uns mit
Leichtigkeit in einen Rausch, die unsinnigsten Szenerien zu
konstruieren. Ein Sinngehalt – vorausgesetzt, dass dieser
nach wie vor in der Malerei angestrebt wird – ist hier im
Decodieren semiotischer Chiffren allerdings nicht zu finden.
Der Sinngehalt kristallisiert sich vielmehr aus der
Erkenntnis heraus, Sehen und Lesen als spielerische und
irreführende Handlungen zu verstehen. Eine Belohnung
lässt sich nicht der Lösung eines Problems oder der Pointe
eines Witzes abgewinnen. Die Belohnung liegt im
schwebenden Zustand der Unwissenheit.

Hemsworth gelingt es, das „Schöne“ ad absurdum zu
führen und das Absurde schön erscheinen zu lassen. Die
Bilder der Ausstellung handeln von der beliebten Fahrt ins
Grüne. Allerdings sind hier, ähnlich wie in Bob Dylan’s Bear
Mountain Picnic, weder Bären noch Berge zu finden. So oder
so, ein Picknick wird es alle Mal geben.

(Ãœbersetzung aus dem Englischen von Miriam Walgate,
2015)



Gerard Hemsworth hat Mitte der 60ger an der St Martin’s
School of Art in London studiert und stellt seit den 70gern
international aus. Ein einflussreicher Künstler und
Lehrender. Hemsworth war bis vor kurzem Professor für
Bildende Künste und Direktor des Master’s Programme in
Fine Art am Goldsmiths, der University of London. Im Jahr
2000 gewann er den Charles Wollaston Award an der Royal
Academy of Art in London. Er lebt und arbeitet in East
Sussex, England.
 
 It is a strange world conjured in the recent paintings of Gerard Hemsworth. Strange, and yet familiar. Awkward, and yet utterly at ease. The monochrome and the architecture of the grid remain as a lingering spectre of Modernist essentialist painting. Yet the shallow spaces that these finely managed colour areas excavate have been populated by cartoon rocks, grasses and cacti. Are these landscapes barren deserts or minutely tended botanic gardens? And, what is the difference in an age of easy travel and exotic day-tripping? Both terrains seem equally viable for the chequered picnic blanket to be unfolded onto. And, who is doing the picnicking? Have the visitors momentarily departed the scene, or are these anthropomorphic cacti our prickly proxies, or is this an absurd unwitnessed place where the succulents themselves sally forth on their own beanos? As these possible narratives continue to coalesce and contradict, it is back to the 20th century paintings that parenthesise high Modernism that these new works playfully return. The kooky aerial Cornish harbours of Ben Nicholson seem rendered here in the enclosing rock forms; the mute mannequins of de Chirico's empty town squares reappear as latter day vegetative Madonna-and-Childs; even the edge-articulating pours of Morris Louis are brought to mind in the taller, spindlier specimens. These paintings seem to ask how and why, with the lightest of touch, with the oddest of means and signs, are we lulled into constructing the silliest of scenes. Meaning - if it's okay to presume that such a thing is still pursued in painting - is not to be found here in the decoding of semiotic ciphers. Meaning instead crystallises in the revelation that looking and reading are playful and disquieting actions. Reward is not achieved in the solving of a problem or in the punchline to a joke, reward is found in the hovering state of not- knowing. Hemsworth is able to make the elegant appear ridiculous and the ridiculous, elegant. This exhibition constitutes an outing, but, like Bob Dylan's Bear Mountain Picnic, there are no bears or mountains. There will however be a picnic. Gerard Hemsworth studied at St Martin’s School of Art in London in the mid 60’s and has exhibited internationally since the 70’s. An influential artist and teacher, Hemsworth was until recently the Professor of Fine Art and the Director of the Master’s Programme in Fine Art at Goldsmiths, University of London. In 2000 he won the Charles Wollaston Award at the Royal Academy of Art London. He lives and works in East Sussex, England.



Thomas Rehbein Galerie

 
   
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