Galerien
  KŁnstler
  Stšdte
  Gutachter
  Ausstellungssuche
 
  Diskussionsforum / Whiteboard
 
   
 
 



Neu auf galerie.de:

KARAK Art Lab & Galerie
50735 Köln
[ 03.11.2020 ]

Yoga ¬į Galerie ¬į Rees
46459 Rees
[ 20.10.2020 ]

Pulpo Gallery
82418 Murnau am Staffelsee
[ 12.10.2020 ]

Galerie Schneider
76228 Karlsruhe
[ 09.10.2020 ]
 
Thomas Rehbein Galerie

Anna Lena Grau "Halbzeug"
(11.01.2013 - 23.02.2013)




Galeriedetails
Kontakt:   
 
          Thomas Rehbein Galerie
          Thomas Rehbein
 
          Aachener Stra√üe 5
          50674 K√∂ln
          Deutschland
 
Telefon:   
+49 221 310 1000
Fax:   
+49 221 310 1003
 
E-Mail:   
Kontaktformular
Galerie:   
Link
   


Die Adresse der Ausstellung lautet:
 Thomas Rehbein Galerie
Aachener Straße 5
Tel.:+49 221 310 1000
 50674 K√∂ln

Beschreibung der Ausstellung:
 Salzlecksteine in der Schacher√∂ffnung, Medusenwerk im
Laminat und andere Choreographien der Formgebung. Anna
Lena Grau, 32, K√ľnstlerin aus Hamburg, zeigt vom 11.
Januar bis 23. Februar in der Thomas Rehbein Galerie
‚ÄěHalbzeug‚Äú ein eigensinniges Powerplay.
Der Prozess der Materialerkundung, der Formfindung und
des Arrangements spielen in der Kunst Anna Lena Graus
eine ebenso wichtige Rolle, wie die Sinnigkeit und Schönheit
des einzelnen Objekts. In einer traditionellen
Glasbläserwerkstatt manierierte Grau traditionelle
Weinglasformen in ein Seifenblasenspiel oder in organische
Körperlichkeiten, eine Hommage an die Wunderwerke der
Glasbläserfamilie Blaschka. Die in- und umeinander
gest√ľlpten, mund geblasenen Glaskolben sind zu fragilen,
organischen Skulpturen kombiniert. Teils auf barocken
Holzkonsolen inszeniert, nehmen sie die Herausforderung
an, wie Wunderkammerst√ľcke den Raum zwischen Kunst
und Naturwissenschaften zu öffnen. An geröntgte
Matruschken oder ein aus der Kontrolle geratenes
Möbiusband erinnern die Glasobjekte. Auch in dem neuen
Werkzyklus ‚ÄěMedusa‚Äú macht sich das Naturwunder Qualle
mit ihrem schleierartigen ‚ÄěNichtk√∂rper‚Äú als Muse ganz
wunderbar. Filigrane Farbformationen schweben in einer
Reihe von Objektbildern an der Wand. Farbenfroh und von
unerklärlicher Eleganz sind die in Laminat erstarrten
Plastikt√ľten in konstruktivistische Abstraktionen
transformiert. Die bunten Enkel des Grossen
Duchampschen Glases strahlen gelassen von der Wand, als
unpr√§tenti√∂ser, abstrakter Pop d√ľrfen sie Augenschmaus
sein.

Plastikt√ľten, Salzlecksteine, Pflanzenzweige. Manchmal
scheint ein einfacher Griff zu reichen, ein Schattenwurf oder
eine neue Konstellation, um das Eigent√ľmliche der Formen
und Farben freizusetzen. Von Kuhzungen geleckte
Salzsteine, Mineralquader zur Nahrungsergänzung von
Weidetieren, liegen in der Schacher√∂ffnung ‚ÄěDie moderne
Variante“ auf dem schwarz-weißen Spielfeld. Milchig zart bis
grobkörnig fleckend verändern sich die Oberflächen der
abstrakten Skulpturen, wenn die Mineralien im chemischen
Prozess nach außen gedrängt werden. Die Gruppe dieser
‚Äěnat√ľrlichen‚Äú Objekte er√∂ffnet ein neues Spiel der
Variationen. Regelhafte Spielz√ľge sind hier allerdings
unterminiert. Zu gern möchte man die weiße Dame
ausfindig machen, nur, eine Skulptur hat kein
Rollenmuster, -oder?

‚ÄěHalbzeug‚Äú ist der Titel der Ausstellung, ein Begriff aus der
Rohstoffindustrie. Er bezeichnet traditionell die Familie von
normierten, industriell vorproduzierten Bauteilen, die f√ľr
eine Verarbeitung zum Endzweck bereitgestellt werden.
Klassiker w√§re hier das Auto oder ein K√ľhlschrank. Eine der
√§ltesten solcher Funktionsformen wird ‚ÄěUluburun‚Äú
herausgegriffen. Statt des wertvollen Handelsrohstoffes
Kupfer, hat die K√ľnstlerin allerdings unz√§hlige, bunte und
vielförmige Plastikreste in die attraktive Zwischenform der
sogenannten Ochsenhautbarren gegossen. Zur
Weiterverarbeitung freigegeben steht auf dem Kaufzertifikat
der Grauschen Barren. Die Freigabe der k√ľnstlerischen
Form ist eine kritische wie spielerische und gibt den Ball an
alle - allen voraus allerdings dem K√§ufer von Kunst ‚Äď weiter.
Aber Vorsicht, es braucht ein feines Gesp√ľr lebendige
Formen zu schaffen.

(Franziska Glozer, Dezember 2012)



Thomas Rehbein Galerie

 
   
Die rechtliche Verantwortlichkeit für den Inhalt der von den einzelnen Galerien bekanntgemachten Internet-Dokumente
liegt ausschließlich bei den jeweiligen Galerien. Online Now! übernimmt keinerlei Haftung für diese Dokumente.
© Priority AG