Galerien
  Künstler
  Städte
  Gutachter
  Ausstellungssuche
 
  Diskussionsforum / Whiteboard
 
   
 
 



Neu auf galerie.de:

Kunstgalerie Klamer (Jens Klamer GmbH)
49324 Melle
[ 20.09.2021 ]

Galerie Maxx
67433 Neustadt
[ 19.09.2021 ]

GrandePaintings
80809 MĂĽnchen
[ 28.08.2021 ]

AR Contemporary
90403 NĂĽrnberg
[ 29.07.2021 ]
 
Parrotta Contemporary Art

NACHTMARE
(10.06.2011 - 30.07.2011)




Galeriedetails
Kontakt:   
 
          Parrotta Contemporary Art
          Sandro Parrotta
 
          BrĂĽsseler Str. 21
          50674 Köln
          Deutschland
 
Telefon:   
0221 92 35 59 01
Fax:   
 
E-Mail:   
Kontaktformular
Galerie:   
Link
   


Die Adresse der Ausstellung lautet:
 Parrotta Contemporary Art
AugustenstraĂźe 87-89
Tel.:071169947910
 70197 Stuttgart

Beschreibung der Ausstellung:
 

»NACHTMAHRE«

In den Bildern und Skulpturen der drei KĂĽnstler/innen
verliert die konkrete äußere Welt an Faszination gegenüber
der Welt des Subjekts. Die Wahrheit des Subjekts hat
immer den Charakter einer Fiktion. Sie ist eine symbolische
Konstruktion aus heterogenen Elementen, in der sich
Zeugnisse, Zitate und Deutungen des Subjekts mischen.
Damit ist die Fiktion jedoch keine bloß „subjektive“ oder
„relative“ Wahrheit, sondern sie ist in erster Linie ein
Wirken.
Die ambivalente Wirkmacht von Albträumen, Visionen,
oftmals des Grauens, verspricht ein poetisches Potential
zwischen Angst und Lust, das die Kunst seit jeher beflĂĽgelt.
Anhand der „Kunstgeschichte des Grauens“ lässt sich
feststellen, dass auch diese andere traumatische Welt
jenseits der Grenze einer Ordnung unterworfen ist. Diese
„Ordnung des Unbewussten“ in der Kunst ist durch
Stilmerkmale gekennzeichnet, die mit dem Begriff des
Formlosen (Bois/Krauss) verbunden sind. Gemeint ist
hierbei nicht die Negation der Form, sondern vielmehr die
Bewegung ihrer Auflösung, der Prozess der Überschreitung
oder Penetration von Körpergrenzen.

Dass Sebastian Gögel seine phantasmagorischen, amorphen
Zeichnungen und Gemälde mitunter auch auf menschliche
Haut tätowiert, entspricht einer Geste der
GrenzĂĽberschreitung, die sich durch seine
medienĂĽbergreifende Arbeit zieht. In seinen stark
deckenden Farben und schwer tropfenden oder quellenden
Formen scheint stets eine unterdrĂĽckte Kraft gegen einen
Widerstand zu kämpfen, die mal explosiv, mal triefend zum
Ausbruch kommt. Es formieren sich so Gestalten einer
surrealen Welt, in denen Angst, Beklemmung und Gewalt –
das gesamte Spektrum des Unbehagens in der Kultur –
zum Ausdruck kommen und die Stabilität des Subjekts
erschĂĽttern.

Keti Kapadnazes flächig, ornamental angelegte Malerei
erinnert nicht von ungefähr an die Höllendarstellung aus
Hieronymus Boschs ‚Garten der Lüste’, in dem die
räumliche Ordnung der Welt einer permanenten
Orientierungslosigkeit, einem Schweben im Raum weicht.
Durch transluzierende Schichten schwirren zeichenhafte
Bildelemente, die scheinbar ohne jede Hierarchie, ihres
Referenten verlustig, an der Oberfläche einer genuin
kĂĽnstlichen malerischen Welt haften. In der scheinbaren
Nähe zum Dekor steckt der Konflikt, denn der Eleganz folgt
die Fratze auf den FuĂź.

Emeli Theanders Malerei konkretisiert sich auf der Grenze
zwischen dem schönen Schein und dem Unheimlichen
fremder Welten. Ihre vergeisterten Wesen in traumhaft
dĂĽsteren, an Goyas Caprici oder FĂĽsslis Nachtmahr
erinnernden Szenerien, lassen auch malerisch dem
FlĂĽchtigen, Vagen seinen Raum und geben sich der Lust am
Schauer hin. Oftmals sind es kindliche Geschöpfe, die den
Betrachter in ihr unschuldig-teuflisches Spiel zu verwickeln
und in karnevaleske Welten zu entfĂĽhren suchen.



Eröffnung STUTTGART
Donnerstag, 9. Juni 2011, 19 - 22 Uhr

Dauer der Ausstellung
Freitag, 10. Juni – Samstag, 30. Juli 2011

Ă–ffnungszeiten der Galerie
Di – Fr 10 – 18 Uhr, Sa 11 – 16 Uhr, u.n.V.

 
  »NIGHTMARES« In the pictures and sculptures by the three artists, the concrete external world loses its fascination in comparison with the world of the subject. The subject’s truth always bears the character of fiction. It is a symbolic construction out of heterogeneous elements in which evidence, quotes and interpretations of the subject interfuse. In this way, fiction is not solely a “subjective” or “relative” truth but first and foremost an effective force. The ambivalent effect caused by nightmares, visions, and often horror promises a poetic potential between angst and lust that has been firing art since the early days. On the basis of the “Art History of Horror” one can establish that this other traumatic world beyond borders is subject to an order. Within art, this “Order of the Subconscious” is marked by characteristics of style which are connected to the term of the formless (Bois/Krauss). Here, this does not mean negation of the form but rather the notion of its dissolution, the process of exceeding or penetrating the boundaries of the body. The fact that Sebastian Gögel at times tattoos his phantasmagorical, amorphous drawings and paintings on human skin complies with a gesture of transgression – a recurrent theme in his intermedia work. A restraint force seems to constantly fight against a form of resistance, which can disrupt in an explosive or oozing way through his intensely opaque colours and strongly dripping or expanding forms. Thus, figures of a surreal world in which angst, anxiety and violence – the complete range of discomfort in culture ¬– find an expression and shatter the subject’s stability. It is no accident that Keti Kapadnaze’s lateral, ornamental way of painting is reminiscent of Hieronymus Bosch’s depiction of hell in “Garden of Delights” where the world’s spatial order gives way to permanent disorientation, a flotation in space. Character-like picture elements adhered to the surface of a genuinely artificial pictorial world – with no obvious hierarchy and forfeiting their instructor – are buzzing through translucent layers. The conflict lies in the apparent closeness to the decor as grimaces are lurking right behind elegance. Emeli Theander’s painting concretizes on the border between the beautiful appearance and the weirdness of strange worlds. Her ghostly creatures in a dreamlike dark scenery reminiscent of Goya’s Caprici or FĂĽssli’s Nightmare leave room for the fleeting and vague indulging in lust for shivers. These creatures are often childlike and they are trying to involve the viewers in their innocent diabolic game and to abduct them to their carnival worlds. Private View STUTTGART Thursday June 9th 2011, 7 – 10pm Exhibition Dates Friday June 10th – Saturday July 30, 2011 Gallery Hours Tu – Fr 10am – 6pm, Sa 11am – 4pm, or by appointment



Parrotta Contemporary Art

 
   
Die rechtliche Verantwortlichkeit für den Inhalt der von den einzelnen Galerien bekanntgemachten Internet-Dokumente
liegt ausschließlich bei den jeweiligen Galerien. Online Now! übernimmt keinerlei Haftung für diese Dokumente.
© Priority AG