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Parrotta Contemporary Art

GREGOR GAIDA _ WIDERHALL
(24.11.2016 - 14.01.2017)




Galeriedetails
Kontakt:   
 
          Parrotta Contemporary Art
          Sandro Parrotta
 
          Brüsseler Str. 21
          50674 Köln
          Deutschland
 
Telefon:   
0221 92 35 59 01
Fax:   
 
E-Mail:   
Kontaktformular
Galerie:   
Link
   


Die Adresse der Ausstellung lautet:
 Parrotta Contemporary Art
Augustenstraße 87-89
Tel.:071169947910
 70197 Stuttgart

Beschreibung der Ausstellung:
 Seit den 2010er-Jahren entwickeln die figurativen Werke des
Bildhauers Gregor Gaida eine extreme Autonomie, in der die
Spannung nicht mehr von Objekt und (fehlendem) Kontext
generiert, sondern diese zunehmend aus dem Objekt selbst
heraus gespeist wird. Mag „Der Dornenauszieher“ (2013) mit
seiner kunsthistorischen Referenz auf Gustav Eberlein genau
diese Grenze markieren, so offenbart sich dieser Ansatz zur
Gänze in seiner Arbeit „Canes Major I-III“ (2014). ... Die
verspiegelten, prismenartigen Öffnungen, die die organischen
Hundeleiber durchziehen, halten die Pole Bild und Abbild,
Abstraktion und Gegenstandsbezug in Spannung. Dabei
changieren die Spiegel in ihrer Wahrnehmung als sich
zurücknehmende, nach innen gerichtete Reflexionsflächen
und einer dominanten, aber scheinbar materielosen
Körperlichkeit. In der Werkgruppe der polygonalen
Strukturen, darunter „Swog“ oder „Elementarz“ aus dem Jahr
2013, wird das spannungsgeladene Prinzip förmlich auf die
Spitze getrieben. Sie bestehen allesamt aus einer figürlichen,
individuellen Einzelform, die in serieller Reihung, Dopplung
oder punktsymmetrischer Spiegelung zu einem
geschlossenen Ganzen „konfiguriert“ wird. Hier ist es nicht
die Narration, die in sich umschlägt, sondern die Form selbst.
Gregor Gaida greift damit auf das Strukturprinzip der
Arabesque zurück, in der sich die „künstlich geordnete
Verwirrung“ der naturähnlichen scheinbar zufälligen Form zu
einem neuen Ganzen wendet: Denn, so Friedrich Schlegel,
„das ist der Anfang aller Poesie, den Gang und die Gesetzte
der vernünftig denkenden Vernunft aufzuheben und uns
wieder in die schöne Verwirrung der Fantasie, in das
ursprüngliche Chaos der menschlichen Natur zu versetzen.“
Gregor Gaida entwirft mit seinen Skulpturen Vexierbilder, in
denen bei aller spielerischen Raffinesse stets ein rätselhafter
Kern verborgen ist. Text: Dr. Yvette Deseyve


 
 Since 2010, the sculpture’s figurative pieces have been developing an extreme autonomy in which the tension is no longer generated by the object and (lack of) context, but rather is drawn from the object itself. Whilst the Dornenauszieher (Boy with Thorn) with its art history reference to Gustav Eberlein may mark this border, the approach is revealed in its entirety in the work Canes Major I–III (2014). The mirrored, prism-like openings which permeate the organic dogs’ bodies retain the tension between the poles of image and reproduction, abstraction and reference. The mirrors oscillate in their perception between withdrawing, inward-facing reflective surfaces and a dominant, yet seemingly materialless physicality. This tension-charged principle is taken to the extreme in the group of works with polygonal structures including Swog and Elementarz from 2013. All these works are made up of a figurative, unique single form which is “con-figured” into a closed whole either by means of serial arrangement, duplication or mirroring with point symmetry. It is not the narration here which becomes twisted but the form itself. In doing this, Gregor Gaida draws on the structural principle of the arabesque where “artificially arranged confusion” of the nature-like, apparently random form takes on a new whole. As Friedrich Schlegel describes, this is the start of all poetry, the way and rules for repealing rationality and reason and returning to the beautiful confusion of fantasy, to the original chaos of human nature. Text: Dr. Yvette Deseyve



Parrotta Contemporary Art

 
   
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