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Kunstverein Neukölln

overlaps
(17.04.2015 - 17.05.2015)




Galeriedetails
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          Kunstverein Neuk√∂lln
          Martin Steffens
 
          Mainzer Str. 42
          12053 Berlin
          Deutschland
 
Telefon:   
03056821964
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Die Adresse der Ausstellung lautet:
 kunstraum t27
Thomasstr. 27
Tel.:03056821964
 12053 Berlin

Beschreibung der Ausstellung:
 overlaps

Claudia von Funcke ‚ÄĘ Micka√ęl Marchand

Eröffnung: Freitag, 17. April 2015, 19.30 Uhr
Finissage mit K√ľnstlergespr√§ch: Sonntag, 17. Mai 2015, 19.00 Uhr

√Ėffnungszeiten: Mi bis So von 15.00 bis 19.00 Uhr


Moderne St√§dte sind zu einer Topologie von sich √ľberlappenden Realit√§ten und Erz√§hlungen geworden, von Fragmenten und Bauteilen, von alten Erinnerungen und immer wieder neuen inhaltlichen Projektionen. Sie werden stets aufs Neue (de)konstruiert und bleiben letztlich doch unvollendet und fragil. Diesen komplexen Prozessen der ‚Äětransitorischen Stadt‚Äú gilt das Interesse der ausstellenden K√ľnstler_innen Claudia von Funcke und Micka√ęl Marchand. Sie erforschen Dispositionen und Strukturen im urbanen Kontext, die mit Zust√§nden der Instabilit√§t und Aufl√∂sung einhergehen oder gewohntes Raumgef√ľhl in Frage stellen.

Claudia von Funcke dokumentiert, analysiert und seziert urbane Orte, unspektakul√§re R√§ume, gew√∂hnliche Fassaden und setzt sie wieder neu zusammen. In der gro√üen Installation LIKE A PERHAPS COLLAPSE montiert sie die umgedrehten Elemente einer abgeh√§ngten Rasterdecke um 90¬į gekippt vor eine Wand des Kunstraums. Der Betrachter schaut auf die R√ľckseite des Systems. Diese normierte Decke, Inbegriff des rein funktionalen Alltags in einem Gro√üraumb√ľro, ist gerade kurz davor, herabzust√ľrzen. Der Moment vor dem Kollaps und die Zeit als zus√§tzliche Dimension des Raumes verweisen somit auf die Dynamik von Fl√§chen, Objekten, auch R√§umen, die potentiell verschoben werden k√∂nnen, fl√ľchtig sind. Das serielle Billigmaterial im Augenblick vor dem Bruch unterstreicht die grundlegende Unsicherheit allen Daseins. Flankiert wird die Installation von Siebdrucken und Fotografien, die sich wiederum mit √úberlagerung und Architektur besch√§ftigen.

Micka√ęl Marchands bildnerisches Interesse gilt dem Stadtraum und der physischen Interaktion mit verschiedenen Materialien. Neben seinem bildhauerischen Ungang mit Baustoffen wie Holz, Stahl und Beton arbeitet er bevorzugt auf den Stra√üen verschiedener St√§dte. Dort schafft er ephemere Skulpturen aus gefundenen M√∂belst√ľcken und Gebrauchsgegenst√§nden, welche er fotografisch dokumentiert. In immer neuen Experimenten erforscht er das nat√ľrlichen Gleichgewicht und die Grenzen der Stabilit√§t. Der Einsatz des zeitbasierten Mediums Video erlaubt ihm zudem, Aufbau und Zerst√∂rung seiner Skulpturen zu erfassen und oder transformatorische Prozesse aufzuzeichnen. In einer weiteren Serie erschafft er anhand von fotografischen Doppelbelichtungen verschiedener In-situ-Installationen dritte R√§ume. F√ľr die Ausstellung ‚Äěoverlaps‚Äú wird Micka√ęl Marchand eine Rauminstallation erstellen, in welcher diese verschiedenen Ans√§tze zusammentreffen, ineinandergreifen und sich √ľberlappen.

Kuratiert von Susann Kramer



Kunstverein Neukölln

 
   
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