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Franz Kortejohann




Details
Franz Kortejohann
(1864)
 
Kontakt
Franz Kortejohann
 
Tel: 054037269780
   
 Über Franz Kortejohann
Franz Kortejohann (* 1864 in Strang; † 1936 in Osnabrück)
war ein deutscher Maler aus dem Osnabrücker Land.

Von 1889 bis 1891 besuchte Kortejohann die
Kunstgewerbeschule in Berlin. Im Jahre 1901 besuchte er die
Kunstakademie München, wo O. Seitz und M. Weicholdt seine
Lehrer waren. Bildungsreisen führten ihn 1905 nach Italien,
wo er viele lichtdurchflutete Landschafts- und
Architekturbilder malte. Schon 1899 hatte der Künstler eine
Ausstellung mit 70 Arbeiten: Gemälde, Skizzen und Studien
mit landschaftlichen und architektonischen Motiven aus Tirol,
Bayern, dem Schwarzwald und Harz, von der Insel Rügen und
natürlich aus der engeren und weiteren Heimat, so des
Hümmlings.

1902 zeigte er Bilder, die für die "Große Berliner
Kunstausstellung" bestimmt waren und dort gut beurteilt
wurden. 1902, 1908 und 1912 stellte er in Hannover aus;
1905 bei Rackhorst in Osnabrück, von dem Bild „Einsame
Heide" vertrieb der Kunstverlag Bruckmann, München, einen
guten Druck. Über die Ausstellung in Braunschweig 1905
urteilte der Kritiker: „Eigenartige Schönheit. Die Kritik einer
Ausstellung 1905 in Leipzig ist sachlicher: „K. ist
Landschafter, Porträt-, Figuren- und Genremaler. Ihm fehlt
noch die persönliche Eigenart, hält aber Naturstimmungen
und echte Eindrücke gut fest." Der Kritiker vermutete einen
Einfluß Böeklinscher Bilder. 1906 und 1916 war Kortejohann
im Münchener Glaspalast vertreten, 1909 hatte er eine
Sonderausstellung in Aachen, es fehlte also nicht an Erfolgen.
Die Zeitschrift „Für alle Welt" brachte 1906 eine doppelseitige
farbige Reproduktion vom Gemälde „Einsame Heide", das
Urteil darüber lautete: „Das Bild ist eines der besten und
reifsten des Künstlers." Seine umfangreiche Ausstellung im
Museum 1909 brachte die gleichen Motive wie Heckers Bilder:
Heide, Bauerndörfer, Interieurs, Porträts, Wälder. Diese
Ausstellung lief durch mehrere Städte Deutschlands. Von
einigen Bildern erschienen Drucke bei Bruckmann und
Hanfstengel. Bis zum Jahre 1930 war Kortejohann in vielen
Ausstellungen zu sehen, mehrmals in Osnabrück und auch in
Münster, ferner in Hameln; bedeutend war jene in der
Kunsthalle Bremen und im Kölner Kunstverein. Er entwicklte
einen offenen und breit geführten Pinselstrich, bei oft
überraschenden Lichtbehandlungen. Seine Stärke blieb die
weite Landschaft, die farbig satten Wälder, das bäuerliche
Interieur, seine Bilder schreien nicht und drängen sich nicht
auf. Sie sind liebenswürdig, anschmiegsam und spiegeln die
Heiterkeit einer ausgeglichenen Seele. Er blieb fest in seiner
Osnabrücker Heimat verwurzelt, weil hier die Quellen seiner
Kunst lagen. Franz Kortejohann starb am 4.8.1936 im Alter
von 72 Jahren.

 Ausstellungen
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