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Dorothea Maetzel-Johannsen




Details
Dorothea Maetzel-Johannsen
(1886)
 
Kontakt
Dorothea Maetzel-Johannsen
 
Tel: 054037269780
   
 Über Dorothea Maetzel-Johannsen
Als Kind erkrankte Dorothea Maetzel-Johannsen an
Gelenkrheumatismus, der ein chronisches Herzleiden nach
sich zog. Schon früh beschäftigte sie sich intensiv mit
Zeichnen und Malen. 1907 bis 1909 absolvierte sie in
Hamburg eine Ausbildung zur Zeichenlehrerin und arbeitete
anschließend an einer Schule in Schleswig. Daneben schuf sie
freie Arbeiten in verschiedenen Stilrichtungen. 1910 heiratete
sie den Hamburger Architekten und Maler Emil Maetzel. Als
verheiratete Frau durfte sie im wilhelminischen Kaiserreich
nicht mehr als Lehrerin arbeiten und musste die Anstellung
aufgeben.
Maetzel-Johannsen entwickelte für sich, ausgehend von dem
französischen Maler Cézanne, eine eigene Handschrift, für die
ein streng gegliederter Bildaufbau typisch ist. Dabei bezog sie
den Pinselduktus gestalterisch mit ein. Parallel schuf sie auch
sehr malerische Werke, die auf die deutsche Freilichtmalerei
zurückgehen. Die flächige Wirkung wurde hier zum
bestimmenden formalen Element. Ein dritter Werkbereich
zeigt Arbeiten, in denen sie wiederum der Linie eine starke
Bedeutung gab. Zwischen 1911 und 1918 reiste sie
wiederholt nach Berlin. Während des Ersten Weltkrieges
nahm sie Unterricht bei Lovis Corinth. Nach Kriegsende
begann für das Künstlerpaar in Hamburg eine erfolgreiche
Zeit. Zusammen mit ihrem Ehemann gehörte Maetzel-
Johannsen zu den Mitbegründerinnen der Hamburgischen
Sezession. Ausgehend von den Werken der aufgelösten
Künstlergemeinschaft Brücke (Künstlergruppe), vom frühen
Kubismus sowie von afrikanischer Plastik, schuf sie ab 1919
ihr expressionistisches Hauptwerk. Dabei erarbeitete sie sich
eine individuelle Ausdrucksweise innerhalb des
Expressionismus. Zwar finden sich in ihren Werken die
typischen eckigen Konturen, die flächige Raumauffassung und
dynamische Schrägkompositionen, anders als ihre Kollegen
verzichtete die Künstlerin auf jegliche Aggressivität in ihren
Kompositionen. In den Stillleben und Figurenbildern schwingt
eine kontemplative Stimmung mit, die zum dynamischen
Bildaufbau in Widerspruch steht.
1921 bezog Maetzel-Johannsen ein eigenes Atelier in
Hamburg, in der Ulmenau 3. Hier entstanden Werke, in denen
sie die Flächenwirkung der Bilder stärker betonte. Gleichzeitig
beschäftigte sie sich mit der Neuen Sachlichkeit. Behutsam
bezog sie den ab Mitte der 1920er Jahre sich in Deutschland
ausbreitenden Stil in ihre Arbeiten mit ein. 1923 führte sie
den Auftrag für Wandgemälde in der Hamburger Kunsthalle
aus. 1925 hielt sie sich ein halbes Jahr lang in Paris und
Chartres auf. In Frankreich nahm sie eine Vielzahl neuer
Anregungen für ihr Werk mit zurück nach Deutschland, die in
die letzten fünf Jahre ihres Schaffens einfließen sollten. Es
entstanden Werke, die cézanneske Züge tragen, andere
Bilder sind angelehnt an den Fauvismus. Schließlich gibt es
auch eine Werkgruppe, in der sie versuchte, die Linie ins
Malerische mit einzubeziehen. Vorherrschend jedoch ist in
Maetzel-Johannsens Werken eine heitere bis melancholische
Stimmung, der ein harmonischer Ausdruck innewohnt. 1929
unternahm sie noch eine Reise nach Visby auf der Insel
Gotland. 1930 arbeitete Maetzel-Johannsen an einem
Auftragsentwurf für ein Deckengemälde im Hamburger
Planetarium. Die Ausführung blieb ihr verwehrt, denn sie
starb am 8. Februar 1930 im Alter von 44 Jahren nach einer
Operation an Herzschwäche. Neben ihrem Ehemann hinterließ
sie vier Kinder: Ruth (* 21. Juli 1911; † 22. Oktober 2002),
Bogumil (* 1913; † November 1989), Peter (* 1915; † Juli
1940) und Monika (* 1917; † 10. Oktober 2010). Wie im Fall
anderer Frauen in der Kunst war ihr Werk weitgehend
vergessen. Erst 2014 erschien eine Monografie von Jan
Buchholz und Doris von Zitzewitz über Leben und Werk der
Künstlerin.

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Akt mit Korb und Birnen
 
  
 
   
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