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Yves Beaumont




Details
Yves Beaumont
(1970)
 
Kontakt
Yves Beaumont
 
Tel: 4971193342415
   
 Über Yves Beaumont
Der zeitgenössischen Malerei geht es gut. Als sie wegen des
Sturms des Konzeptionalismus in den Siebzigern und
Achtzigern für tot erklärt wurde, schienen Farbe, Pinsel und
Leinwand, die Jahrhunderte lang benutzt wurden, im
Niedergang begriffen. Aber wir kennen den Rest der
Geschichte: Das Genie Gerhard Richters, die konzeptionelle
Methode Luc Tuymans sowie eine Reihe anderer Faktoren
rückten die Malerei wieder ins Zentrum der Aufmerksamkeit.
Das Merkmal dieser neuen Generation von Malern war ihre
geänderte Einstellung: Sie konzentrierten sich nicht (mehr)
auf die Spannung zwischen den Zeilen, Farben und Feldern,
zwischen Figuration und Abstraktion, zwischen Symbolen und
Bedeutung; sie beschäftigten sich insbesondere mit der
Neuinterpretation existierender Bilder. Diese Bilder hatten sie
von Fotografien, Videos, Zeitungsausschnitten, Dokumenten
und anderen Medien, denen sie durch eine plötzliche
Eingebung den Aspekt des „Konzeptes“ hinzufügten. Sie
hörten auf, individuelle Kunstwerke zu schaffen. Stattdessen
malten sie Serien, Ideen, Gedankenstränge.

Seither hat sich die zeitgenössische Malerei in eine Vielzahl von
Richtungen aufgesplittet und zerstreut. Der britische
Kunsthändler und –sammler Charles Saatchi hat die „Neue
Malerei“ aus der Taufe gehoben. Phänomene wie die Leipziger
Schule (Neo Rauch, Matthias Weischer und andere) tauchten
auf, und Maler wie Johannes Kahrs, Thomas Scheibitz, Wilhelm
Sasnal, Jenny Saville, Jonathan Meese, Dan Walsh und viele
andere erstürmten die internationale Szene; jeder davon auf
seine eigene Art. Belgien stand dabei um nichts nicht nach.
Eine junge Generation von Malern entwickelte ihre eigenen
Gedanken über Malerei, die sich um den Gedanken dreht (und
es noch tut): Wohin bringt man dieses Medium? Was macht
man mit dem großen Bild? Kehrt die Ästhetik zurück? Zurzeit
ist das Land voller junger, interessanter Maler, die alle auf sehr
individuelle Weise an ihre Kunst herangehen, welche sich
offenbar weigerte einen stillen Tod zu sterben. In dieser Riege
belgischer Gegenwartskünstler gibt es dennoch einige Maler,
die nicht von dem ablassen können und werden, was ihnen die
Vergangenheit gegeben hat, während sie sich auch gerne die
Errungenschaften der neuen Art des Malens bedienen. Vieles
davon ist auf die Tradition und Evolution der
Landschaftsmalerei zurückzuführen: Seit den verschiedenen
‚Mont Ste Victoire’-Varianten von Paul Cézanne und
‚Impression: soleil levant’ von Claude Monet, aber auch seit
Constables und Turners Werken ist ‚die Landschaft’ zu einer
fesselnden Suche geworden; durch die radikale Abstraktion
Mondriaans, die perspektiven Spilliarts, die Erdigkeit der
Latem-Schule und die Gegenwartswerke Per Kirkebys sowie
des bereits genannten Gerhard Richter.

Einer der zeitgenössischen belgischen Maler im Zentrum dieser
Suche ist Yves Beaumont (Oostende, °1970). Landschaften
nehmen eine zentrale Stellung in seinen Werken ein. Er kennt
und bewundert die großen Meister, hat aber schrittweise seine
eigene Bildersprache entwickelt, die im Kern ihres Wesens „das
Übersetzen“ ist. Beaumont übersetzt nicht nur das wirkliche
Bild einer Landschaft, wie er sie sieht, in eine angemessene
ästhetische Interpretation, sondern bedient sich einer - wie er
es nennt – „Bildlogik“: eine Logik, welche die Eigenart der
Leinwandoberfläche und der Farbschicht spürt, welche die
Farbe berührt und knetet und das Sujet dem Betrachter in
einer völlig neuen Form anbietet. Auf diese Weise wird das
Gemälde (oder die Zeichnung) vom eigentlichen Sujet
losgelöst und somit unabhängig. Im Grunde macht Beaumont
das, was in der Kunst der Malerei wesentlich ist, im Gegensatz
zu den meisten anderen Formen der bildenden Kunst: Durch
das Auftragen von Farben und Pigmenten auf die Leinwand
erschafft er, mit seinen Händen und seinem Geist, ein völlig
neues Abbild. Es ist typisch für seine Arbeit, dass er das einmal
figurativ und ein andermal abstrakt tut – schließlich ist die
Arbeit mit einem neuen Bild jedes Mal ein Ausdruck
künstlerischer Freiheit. Und für Yves Beaumont ist diese
Freiheit etwas sehr Spezifisches: Er sucht nach Innovation in
der Bildersprache und respektiert dabei gleichzeitig die „alte“
Kunst des Malens.

Sein Werk umfasst einige ‚Meilensteine’. Nehmen Sie zum
Beispiel seine Serie “De Nachtdragers”‚ oder “De Dageraad” :
‚schwarze’ Bilder, die aus der Idee nächtlicher Landschaften
entstanden sind. ‚Dunkelheit’ nimmt hier eine zentrale
Stellung ein: Nicht das pure Schwarz (eine Farbe, die er nicht
einmal verwendet), sondern das Spiel von minimalem Licht
und maximaler Dunkelheit, die Verwendung von Farbe, Licht
und Farben sorgt dafür, dass es dem Künstler nicht mehr um
die Landschaft geht, sondern um die künstlerische
Erforschung von Form und Balance. In seinen leichteren
Arbeiten verwendet Beaumont verschiedene Schichten und
mischt mehrere Farbtöne, während er stets nach dem idealen
Licht sucht, das seine Bilder wie ein Schleier bedeckt. Das
Gleiche kann man in anderen Serien beobachten, wie zum
Beispiel bei den iberischen und Ardennen-Landschaften. In
ersteren scheint die Sonne nicht auf sondern hinter der
Leinwand aufzutauchen. In letzteren herrschen die Trübung
durch den Schatten und die Dunkelheit vor. Ob Beaumont
eine Landschaft, einen Wald, einen Baum oder Ast malt, das
figurative Element bleibt mehr oder weniger erhalten, aber es
zieht sich dennoch zurück und weicht allen möglichen Arten
von Licht.

In der Serie ‚Waterlines’ wird das bis ins Extreme geführt: Hier
kann man Reflektionen vegetativer Formen auf dem Wasser
erkennen, in Welleneffekten horizontaler Linien. Yves
Beaumont erschafft Phantasien, die das Produkt aus sechs
Jahrhunderten Malerei in sich tragen, aber gleichzeitig sind sie
so konzentriert und herausdestilliert, dass sie eine
bemerkenswert starke persönliche Handschrift tragen. Die
Hand des Meisters führt den Blick des Betrachters dorthin, wo
er es will: zur Welt, an einen bestimmten Ort, an einem
bestimmten Tag, zu einer bestimmten Stunde, bei einem
bestimmten Lichteinfall und einer bestimmten Atmosphäre.
Die Welt des Lichts, das Licht der Welt.

(Text from Marc Ruyters “The light of the world“)
 
 Contemporary painting is doing very well. When it was pronounced dead due to the storm of conceptualism in the seventies and eighties, the paint, brush and canvas that had been handled for centuries seemed to be on the way to their demise. But we know the rest of the story: the genius of Gerhard Richter, the conceptual approach of Luc Tuymans, as well as a number of other factors, put painting back at the centre of attention. Characteristic for this new generation of painters was their change in attitude: they no longer (only) focused on the tension between lines, colours and fields, between figuration and abstraction, between signs and meanings; they were specifically concerned with the reinterpretation of existing images. These images they got from photographs, videos, clippings, documents and other media to which they added, in a flash of inspiration, the aspect of “concept”. They stopped creating individual pieces of art. Instead they painted series, ideas, strands of thought. Since then, contemporary painting has fragmented and scattered itself in a multitude of directions. The British art dealer and collector Charles Saatchi launched ‘The New Painting’, phenomena such as the Leipziger Schüle (Neo Rauch, Matthias Weischer and others) emerged and painters such as Johannes Kahrs, Thomas Scheibitz, Wilhelm Sasnal, Jenny Saville, Jonathan Meese, Dan Walsh and many others stormed the international scene, each in their own way. Belgium did not stay behind. A young generation of painters developed their very own thoughts about painting that centered (and still centers) around the idea: where will you take this medium? What do you do with the big picture? Are aesthetics making their return? At this moment the country is full of young, interesting painters who all approach their art, which has apparently refused to die a silent death, in a very individual manner. In this line of contemporary Belgian artists there is nevertheless a number of painters who, while gladly picking up the achievements of the new way of painting, cannot and will not let go of what the past has given them. Much of this can be brought back to the tradition and evolution of landscape painting: since the ’Mont Ste Victoire'- versions of Paul Cézanne and ‘Impression: soleil levant' of Claude Monet, but also since the work of Constable and Turner, 'the landscape' in modern art has become a captivating quest, with the radical abstraction of Mondriaan, the perspectives of Spilliaert, the earthiness of the Latem School and the contemporary work of Per Kirkeby and the aforementioned Gerhard Richter. One of those contemporary Belgian painters at the centre of this quest is Yves Beaumont (°1970). Landscapes take a central place in his paintings. He knows and admires the great masters, but has gradually developed his own pictorial language, which, in essence, is "to translate". Beaumont does not just translate the real picture of a landscape, as he sees it, to some proper aesthetical interpretation, but uses what he calls a "pictorial logic": a logic that feels the character of the canvas surface and of the skin of paint, touches and kneads the paint and offers the subject to the viewer in an entirely new form. Thus the painting (or drawing) becomes detached from the actual subject, and therefore independent. Actually Beaumont does what is essential to the art of painting, as opposed to most other forms of visual art: by applying paint and pigment to the canvas he is creating, with hand and spirit, a completely new image. Typical for his work is that he does this figuratively one time, abstractly another - after all, working with a new image is, always, working with artistic freedom. And for Yves Beaumont this freedom is very specific: he looks for innovation in the pictorial language, while respecting the "old" art of painting. His oeuvre shows a number of 'milestones'. Take, for example, the series 'De Nachtdragers' or ‘De Dageraad’: 'black' paintings that were created around the idea of nocturnal landscapes. 'Darkness' takes a central place here: not the pure black (a colour he doesn't even use), but the play of minimal light and and maximal darkness, the usage of colour, light and paint ensures that the artist is no longer occupied with a landscape, but with a thorough artistic research into form and balance. In his lighter works Beaumont applies several layers and mixes several hues, always looking for the ideal light, which covers his paintings like a veil. The same can be seen in other series, such as the Iberic and Ardennes landscapes. In the former the sun seems not to appear on, but behind the canvas. In the latter a haze of shadow and darkness predominates. Whether Beaumont is painting a landscape, a forest, a tree or a branch, the figurative element continues to exist, more or less, but unmistakably withdraws itself to make way for all possible forms of light. In the 'Waterlines' series this is taken to the extreme: here one can see the reflections of vegetative forms on the water, the rippling effect of horizontal lines. Yves Beaumont creates imaginations, pregnant with the product of six centuries of painting, but at the same time so concentrated and distilled that they carry a remarkably strong personal signature; the master's hand leading the viewer's gaze to where he wants it: to the world, in a certain place, on a certain day, at a certain hour, with a certain incidence of light and a certain atmosphere. The world of light, the light of the world. (Text from Marc Ruyters “The light of the world“)

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