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Galerie Thomas Fuchs

Insel - Lars Theuerkauff
(28.06.2013 - 31.07.2013)




Galeriedetails
Kontakt:   
 
          Galerie Thomas Fuchs
          Thomas Fuchs
 
          Reinsburgstraße 68A
          70178 Stuttgart
          Deutschland
 
Telefon:   
4971193342415
Fax:   
4971146913377
 
E-Mail:   
Kontaktformular
Galerie:   
Link
   


Die Adresse der Ausstellung lautet:
 Galerie Thomas Fuchs
Reinsburgstraße 68A
Tel.:4971193342415
 70178 Stuttgart

Beschreibung der Ausstellung:
 Den Glauben an die Vorstellung des Menschen als das Maß
aller Dinge hat unsere Zeit längst verloren. Ebenso wie die
Vorstellung eines gleichsam rousseauschen „edlen Wilden“,
der fern jeglicher Zivilisation in einem Paradies naiver
Unschuld lebt. 

„Insel“ heißt eine Bildserie des 1968 in Lüneburg geborenen
Malers Lars Theuerkauff, die auf der Vernissage seiner
Ausstellung am 28.06.2013 ab 18:00 Uhr in der Galerie
Thomas Fuchs zum ersten Mal in Stuttgart vorgestellt wird. 

Weder Südseeparadiese noch Steilküsten in rauer See sind auf
den Bildern der genannten Serie zu sehen. Es sind Bilder vom
Menschen. Eingespannt in die nahezu quadratischen
Leinwände liegen die Halbakte scheinbar schlafend - sicher
jedoch in einem Zustand des Unbewussten - in seichtem,
unbewegten Wasser. Sind es Schiffbrüchige, die wie einst
Robinson Crusoe als einsame Überlebende, ohnmächtig
angespült an den Strand, sich ihrer Verlassenheit erst noch
bewusst werden müssen? 

Neben den „Inselbildern“ werden in der Galerie Thomas Fuchs
auch Werke aus Theuerkauffs Serie mit dem Titel „Kopf“ zu
sehen sein.

Was auffällt beim Durchstreifen der Ausstellung ist die bis zu
einer fast meditativen Ruhe gesteigerte Wirkung, die die
Gemälde auf den Betrachter ausstrahlen; daneben der hohe
ästhetische Reiz der Farben. Sucht man die künstlerischen
Mittel, wie diese Harmonie erreicht wird, zu ergründen, wird
man diese erstaunt in Widersprüchen und Spannungen finden.
Der sfumatöse Duktus, die Auflösung der Zeichnung, erreicht
Theuerkauff nicht wie üblich mit einem Pinsel, sondern mit
seinen Händen. Seine Figuren werden wie von einem
Bildhauer, der in Ton arbeitet, plastisch auf der Leinwand
modelliert. Eine Technik, die vor allem über Kunstströmungen
wie „Art brut“ oder den abstrakten Expressionismus bekannt
wurde. Von der rohen Direktheit, die diese Maler damit
erreichen wollten, ist in den weichen Konturen und Flächen in
Theuerkauffs Bildern nichts mehr zu sehen. Stattdessen liegt
über seinen Bildern ein Netz aus bunten Farbtropfen, -
schlieren und -punkten. Was in der Beschreibung an eines der
berühmten „Drip Paintings“ Jackson Pollocks denken lässt,
erfüllt bei ihm jedoch eine andere, doppelte Funktion. Zum
einen erhöhen diese Farbpunkte, wie bei einem Jan Vermeer,
die optische Illusion von flirrendem Licht. Zum anderen
verweisen sie dadurch, dass sie manchmal zu groß, zu bunt,
verwischt oder verlaufen sind, auf sich als Farbe und damit auf
das Bild als Bild. 

Selten schauen die Menschen aus den Bildern heraus. Die
Augen sind geschlossen oder der Blick gesenkt. Trifft man auf
ein Paar Augen, steckt das Gesicht unter einer Maske oder es
ist der somnambule Blick eines eben Erwachenden. Mit
antitheatralisch hat der Kunstkritiker Michael Fried diesen
Zustand des „Sich-Unbeobachtet-Fühlens“ bezeichnet. Und
diese Versunkenheit strahlen auch die Protagonisten auf
Theuerkauffs Werken aus. Wie eine bildgewordene moderne
Robinsonade wirkt dann auch sein Oeuvre, das sich auf das
isolierte Individuum richtet. Melancholie will sich allerdings
beim Betrachter dieser Bilder nicht einstellen. Theuerkauff
findet in seiner Kunst den Ausgleich zwischen Natur und
Zivilisation, Mensch und Technik, indem er die Techniken der
Fotografie, seine caravaggesk anmutende Lichtführung und
sein sicheres Farbgefühl dem Bild vom Menschen dienstbar
macht.

Lars Theuerkauff, der u.a. in Berlin, San Francisco, Zürich und
Leipzig ausgestellt wurde, wird auf der Vernissage persönlich
anwesend sein. Auch in den USA ist man bereits auf seine
Kunst aufmerksam geworden, so dass ein Werk von ihm in der
20th Annual Watermill Center Summer Benefit Auktion in
New York am 27.07.2013 versteigert wird.

(Text von Ulrich Imo)



Galerie Thomas Fuchs

 
   
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