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BERLINARTPROJECTS

Joana Kohen: To The Infected Audience,
(09.09.2016 - 15.10.2016)




Galeriedetails
Kontakt:   
 
          BERLINARTPROJECTS
          Gianni Hilgemann
 
          Potsdamer Str.61
          10785 Berlin
          Deutschland
 
Telefon:   
+49 30 240 876 06 - 0
Fax:   
 
E-Mail:   
Kontaktformular
Galerie:   
Link
   


Die Adresse der Ausstellung lautet:
 BERLINARTPROJECTS
Potsdamer Str.61
Tel.:+49 30 240 876 06 - 0
 10785 Berlin

Beschreibung der Ausstellung:
 BERLINARTPROJECTS freut sich, das Werk der jungen
tĂĽrkischen KĂĽnstlerin Joana Kohen in ihrer ersten Berliner
Soloausstellung zu zeigen. To The Infected Audience, umfasst
fast ausschlieĂźlich Arbeiten, die dieses Jahr produziert
worden sind, und fungiert daher als aktueller Schnappschuss
von Kohens kĂĽnstlerischen Praxis, in der sie den eigenen
Körper einsetzt, um aktuelle Fragestellungen zu untersuchen.

Kohens durchdringende Arbeiten setzen sich mit digitalem
Narzissmus und dem Kult des Individuums, dem Selbstbild
und den Schönheitsmythos auseinander. Werke wie Free
Transform und Look Of Now thematisieren die Alltäglichkeit
von Photoshop-Retuschen sowie die Hypervisualität der Post-
Internet-Generation, die der Titel womöglich anspricht, und
spielen mit Perspektiven, mit Betrachter und Betrachtetem.
In Anspielung auf die Fragmentation des Selbst und die
Zuschneidfunktionen von Bildbearbeitungssoftware spaltet
Kohen ihren Körper in mehreren Teilen und schneidet
individuelle GesichtszĂĽge heraus in Arbeiten wie Piece Of Me,
As You Wanted Me To Be und Life for Rent. Dieser selbe
Impuls leitet sie dazu, einzelne Werke in Triptychon-
Formationen aufzuteilen in einer Vervielfachung von Motiven.

Ein GefĂĽhl von symbolischer Gewalt, nicht vom digitalen
Zuschneiden, sondern tatsächlich von körperlichem
Schneiden, durchdringt Kohens abstraktere Arbeiten.
Playground ist die jĂĽngste in einer Reihe von vergoldeten
Arbeiten, zu denen Käfige mit angeketteten Chokern und ein
Objekt, das nahtlos einen Kamm mit einem Messer verbindet,
ebenfalls gehören. Die Schaukel besteht ausschließlich aus
Stacheldraht und kann somit nicht benutzt werden. Sie zieht
den Betrachter an und droht gleichzeitig ihn die Haut zu
zerreißen. Genau wie Kohens Käfige ohne Eingang verweigert
Playground seine ursprĂĽngliche Funktion aus glitzerndem
Protest. GleichermaĂźen wirft die KĂĽnstlerin in Future Female
Part II, Re-Amazon Edit einen Speer wobei das Ziel und der
Aufprall weder gesehen noch gehört werden. Neben der
dreiteiligen Videoarbeit hängt die goldbestückte und
gefährlich aussehende Waffe.

Von ihren frĂĽhen Bildern von in klebrig schwarze FlĂĽssigkeit
getauchten Schwangerschaftstests und Männerunterwäsche
bis hin zu den präsentierten Arbeiten engagiert sich Kohen
deutlich im Gender-Diskurs und im Fetischismus. Wie die
Künstlerin selber sagt, „Ich will Leute durch meine Objekte
aufwachen, was etwas brutal herüberkommen kann“. Sei es
durch eine metaphorische ZerstĂĽckelung ihres eigenen
Körpers oder durch das Vergolden von Stacheldraht wählt
Kohen einen zerstörerischen Ansatz für ihre Kunst, um den
Betrachter zu aktivieren und sich mit den TĂĽcken der
digitalen Transformation auseinanderzusetzen.

Kohen wurde 1988 geboren. Sie lebt und arbeitet in Istanbul
wo sie die Un-Known Art Initiative gegründete – zugleich
Kunstraum und Herausgeber des Un-Known/zine sowie
Prospektus Artist’s Books. Kohen hat Textildesign und
bildende Kunst am Istituto Marangoni, Milan, und bei der
Royal Academy of Fine Arts Antwerp studiert. Sie stellt häufig
in der TĂĽrkei aus und ihre Arbeiten waren dieses Jahr in der
Benetton Foundation Art Collection, Treviso, Italy, und in der
Abrazo Interno Gallery, New York, zu sehen. Kohen hat auch
an mehreren internationalen Kunstmessen teilgenommen,
darunter Contemporary Istanbul, Spectrum Miami
Contemporary und Contra London.
 
 BERLINARTPROJECTS is proud to present the work of emerging Turkish artist Joana Kohen in her first solo show in Berlin. With all but one piece being produced this year, To The Infected Audience, is a current snapshot of Kohen’s artistic process in which she uses her own body as the main site of investigation. Kohen’s incisive work grapples with digital narcissism and the cult of individuality, self-image and the beauty myth. With an emphasis on viewing and being viewed, pieces like Free Transform and Look Of Now engage with the commonplace nature of Photoshop retouching as well as the hypervisuality of the post-internet generation, the audience to which the title of the show might refer. In line with the contemporary fragmentation of self and photo editing’s cropping functions, Kohen divides her naked body into multiple parts and cuts out individual facial features in works such as Piece of Me, As You Wanted Me To Be and Life for Rent whilst this same impulse also leads her to split single works into triptych formations in a multiplication of motifs. A sense of symbolic violence, not of digital cropping but of physical cutting, permeates Kohen’s more abstract pieces on show. Playground is the last in a line of gold-plated objects, cages attached to chokers and an object seamlessly combining a comb with a knife preceding it. Made entirely of barbed wire, the swing is impossible to sit on, drawing the viewer in with its golden allure as much as it threatens to rip their skin if touched. Like Kohen’s cages without doors, Playground denies its original function in glittering protest. Similarly, Future Female Part II, Re-Amazon Edit features the artist throwing a spear, the target remaining unseen and the impact unheard. The threat is thus present, yet unrealised. Accompanying the three-screen video piece is the weapon itself, gold-tipped and dangerous-looking. From her early images of pregnancy tests and male underwear dipped in sticky black liquid polyester to the more current works showcased in the exhibition, Kohen’s engagement in gendered discourse and fetishism is clear. As the artist notes, “I want to awaken people through my objects, which may appear quite violent.” Be it by metaphorically chopping up her own body to gold-plating barbed wire, Kohen takes a destructive approach to her art in order to mobilize the viewer and navigate the shifting waters of digital transformation. Born in 1988, Kohen lives and works in Istanbul, where she has founded the Un-Known Art Initiative – an art space that also publishes the Un-Known/zine and Prospektus Artist’s Books. Kohen completed her studies in textile design and fine art at the Istituto Marangoni, Milan, and the Royal Academy of Fine Arts Antwerp. She exhibits widely in Turkey and her work has recently been featured at the Benetton Foundation Art Collection, Treviso, Italy, and at Abrazo Interno Gallery, New York. Kohen has also participated in several international art fairs, notably Contemporary Istanbul, Spectrum Miami Contemporary and Contra London.



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