Galerien
  Künstler
  Städte
  Gutachter
  Ausstellungssuche
 
  Diskussionsforum / Whiteboard
 
   
 
 



Neu auf galerie.de:

artclub
14199 Berlin
[ 05.05.2024 ]

artist ritual / X-Working GmbH
51067 Köln
[ 15.01.2023 ]

Kunstgalerie Klamer (Jens Klamer GmbH)
49324 Melle
[ 20.09.2021 ]

GALERIE MAXX
67433 Neustadt
[ 19.09.2021 ]
 
Thomas Rehbein Galerie

Liberté-Égalité-Fraternité
(24.11.2012 - 05.01.2013)




Galeriedetails
Kontakt:   
 
          Thomas Rehbein Galerie
          Thomas Rehbein
 
          Aachener Straße 5
          50674 Köln
          Deutschland
 
Telefon:   
+49 221 310 1000
Fax:   
+49 221 310 1003
 
E-Mail:   
Kontaktformular
Galerie:   
Link
   


Die Adresse der Ausstellung lautet:
 Thomas Rehbein Galerie
Aachener Straße 5
Tel.:0221 3101000
 50674 Köln

Beschreibung der Ausstellung:
 Vernissage: 23. November 2012, 18-21 Uhr

In ihrer dritten Einzelausstellung in der Thomas Rehbein Galerie überrascht Bénédicte Peyrat mit einer installativen Präsentation ihrer mittel- bis großformatigen Gemälde in Verknüpfung mit ihrer ersten Serie von Keramikarbeiten. Die großen Leinwände sind auf stabilen Staffeleien aufgestellt. Für Peyrat ist die Leinwand nicht nur eine Fläche auf der sich ein imaginärer Sehraum eröffnet, sondern verfügt zudem über eine eigenständige Plastizität. Die Staffelei ermöglicht eine allseitige Betrachtung und so präsentiert sich die Leinwand hier, in ihrer Materialität und Form, auch als Skulptur oder als eine plastische Erscheinung im Raum.

Auf monumentalen Leinwänden tun sich geheimnisvolle, arkardische Landschaften auf, begegnen wir charaktervollen und wesenhaft anmutenden Figuren zwischen Tieren und zeitgenössischen wie altertümlichen Gegenständen, einem Sammelwerk vermeintlicher Kuriositäten. Mit einem dynamischen Pinselduktus formt die französische Malerin die betont fleischlichen und wulstigen Körper ihrer Protagonisten und verdeutlicht zugleich den modellierenden und plastischen Effekt das Materials “Farbe“. Ungeschönt und wohlbeleibt, sichtlich das barocke Schönheitsideal widerspiegelnd, werden die Figuren überwiegend nackt oder nur mit wenig Kleidung dargestellt, was eine gesellschaftliche oder zeitliche Einordnung wesentlich erschwert. Hinter ihrer seltsam abgeklärten Mimik scheinen sie ein Geheimnis zu verbergen.
Rätselhaft bleibt auch der Bildinhalt. Tiere und Gegenstände besitzen offenbar eine symbolische oder allegorische Bedeutung und werden zusammen mit den ambiguen Figuren in einer seltsam entrückten Stimmung dargestellt. Vergeblich sucht man nach Indizien um das Dargestellte zu interpretieren oder eine eindeutige Erzählung zu entschlüsseln. Auch die Bildtitel leisten dabei keine Abhilfe. Peyrat erklärt nicht, warum ein Hase in majestätischer Haltung auf einem barocken Stuhl sitzt oder ob die Garnrolle in den Händen der Figur bloß als ein Spielzeug fungiert oder bei der Fesselung des fettleibigen Schweins zum Einsatz kommen soll. Im Zusammenspiel einer stimmungsvollen Lichtführung und expressiver Farbigkeit verschmelzen die lichten Landschaften unter einem bleiernden Himmel mit den Figuren und Gegenständen zu einer Bildeinheit von lyrischer Qualität. Peyrats Kompositionen vergegenwärtigen eine Reise durch die Epochen und Stile der Kunstgeschichte. Jene werden von der Malerin überzeugend in eine innovative, zeitgenössische Bildsprache übersetzt.

Mit der Serie der Keramikarbeiten knüpft Peyrat an die Motive und Figuren aus ihren Gemälden an. Auf den bauchigen Vasen gewinnen die Szenerien zusätzlich an räumlicher Tiefe und auch die plastische Erscheinung der Figuren wird durch die Wölbung der Gefäße verstärkt. Eine vollkommene Dreidimensionalität erreichen die Figuren letztlich in den Keramikskulpturen. Mit dem Modellieren der Keramikarbeiten setzt sich die Malerin mit einem neuen Material auseinander. Und auch das Bemalen der Keramiken stellt sie vor eine Herausforderung: dem Zwang zu einem entschlosseneren Malen bedingt durch das schnelle Einziehen der Farbe in die Glasur und einer damit unmöglich gemachten nachträglichen Korrektur. Die blaue Bemalung auf hellem Glasurfond erinnert an das charakteristische Blau der Delfter Fayencen des 17. Jahrhunderts.
(Miriam Walgate, 2012)



Thomas Rehbein Galerie

 
   
Die rechtliche Verantwortlichkeit für den Inhalt der von den einzelnen Galerien bekanntgemachten Internet-Dokumente
liegt ausschließlich bei den jeweiligen Galerien. Online Now! übernimmt keinerlei Haftung für diese Dokumente.
© Priority AG